Coaching Schulverpflegung

Mädchen mit Apfel in der Hand unterhält sich mit anderem Mädchen am Essenstisch.

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Jedes Schuljahr können sich dafür interessierte Schulen bewerben. Allen Verantwortlichen der Schulverpflegung steht während eines Schuljahres ein Coach mit Rat und Tat zur Seite, um unter anderem die Empfehlungen des Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestmöglich umzusetzen.

Neue Coaching-Runde

Schulen können sich für eine Teilnahme am Coaching Schulverpflegung im Schuljahr 2018/2019 bewerben.

Ansprechpartnerin

Veronique Germscheid
AELF Augsburg
Bismarckstraße 62
86391 Stadtbergen
Telefon: +49 821 43002-137
Fax: 0821/43002-111
E-Mail: poststelle@aelf-au.bayern.de

Coaching Schulverpflegung 2017/18

Das Coaching bietet den teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, die warme Mittagsverpflegung zu verbessern.
Die Schulen werden von September 2017 bis Juli 2018 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht. Gemeinsam mit dem Coach analysieren sie ihr Verpflegungsangebot und legen individuelle Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung fest. Dabei werden die Aspekte Gesundheitsförderlichkeit, Nachhaltigkeit, Wertschätzung und Wirtschaftlichkeit betrachtet.

Teilnehmende Schulen 2017/2018 in Schwaben

Martinschule Augsburg, Sonderpädagogisches Förderzentrum

Rund 160 Schüler nehmen ein Ganztagsangebot an der Martinschule wahr. Die einzelnen Klassen essen mit ihren Lehrkräften in Tischgemeinschaften zu Mittag. Der in einem Brennpunktviertel beheimateten Schule ist es besonders wichtig, ihren Kindern und Jugendlichen ein ausgewogenes, gesundes Essen anzubieten. Leider wird dieses aus verschieden Gründen nicht immer akzeptiert. Daher möchte die Schule alle an der Verpflegung Beteiligten an einen Tisch holen und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Herausforderungen
In konstruktiver Kooperation hat das Essensgremium zusammen mit dem Caterer als gemeinsames Ziel sowohl eine Qualitätsverbesserung, als auch eine Akzeptanzsteigerung vereinbart. Dabei müssen die Kommunikationswege noch verbessert und auch die Finanzierungsfrage im Zusammenhang mit einer Qualitätsverbesserung beantwortet werden. Nicht zuletzt müssen beide Seiten Einstellungen überwinden, um eine tatsächliche Verbesserung zu erreichen. Erfreuliche Ansätze dazu sind bereits zu verzeichnen.
Lösungswege
Nach einer Budgeterhöhung erweiterte der Caterer sein Angebot um Fisch, Hülsenfrüchte sowie um reines Muskel- und Rindfleisch. Die Verpflegungsbeauftragte gibt ihm wöchentlich Rückmeldung zur Qualität der Speisen. Da entsprechende Geräte vorhanden sind, können knusprige Komponenten des Speiseplans direkt vor Ort zubereitet werden. Die SMV wird in den Klassen 5 bis 9 eine pädagogisch begleitete Umfrage durchführen, um die Meinung der Schüler zu erheben. Die Auswertung soll als Grundlage für weitere akzeptanzfördernde Maßnahmen dienen.
Stimmen zum Coaching
"Dank der Unterstützung durch Frau Scheidler konnten wir eine Verbesserung der Qualität des Mensaessens auf den Weg bringen. Ihre neutrale Analyse und fachliche Kompetenz halfen dabei, gemeinsam mit dem Caterer Ziele zu formulieren und Maßnahmen festzulegen." (C. Fix, Verpflegungsbeauftragte).

Ansprechpartner und Kontakt:
Martinschule Augsburg, Sonderpädagogisches Förderzentrum
Pestalozzistr. 12, 86154 Augsburg
Schulleitung: Peter Grau
Verpflegungsbeauftragte: Claudia Fix
Coach: Barbara Scheidler
Internet: www.martinschule-augsburg.de/ Externer Link

Gymnasium bei St. Stephan, Augsburg

Gebäude des Gymnasium bei St. Stephan, Augsburg
Das Gymnasium bei St. Stephan liegt im Herzen der Stadt Augsburg. Die Verpflegungssituation für die knapp 700 Schüler ist zweigeteilt. Das Tagesinternat St. Joseph verpflegt als Kooperationspartner die Schüler, die am offenen Ganztagsangebot teilnehmen. Lediglich 40 bis 70 Personen aßen zuletzt in der 2007 eröffneten Mensa. Die Akzeptanz des Angebots nahm im Laufe der Jahre ab. Gründe sind u.a. die sehr nahen, vielfältigen Konkurrenzangebote, aber auch der Wegfall alteingesessenen und beliebten Personals. Das Coaching soll die Projektgruppe "Schulverpflegung" nach einem Catererwechsel auf dem Weg zum akzeptierten und gesundheitsförderlichen Speisen- und Getränkeangebot begleiten.
Herausforderungen
Mit Breakx.one als Speisenanbieter wagt die Schule einen Neuanfang im Verpflegungsbereich. Mit der Arbeit im Essensgremium kann das gesamte Schulverpflegungsangebot fein abgestimmt werden. Organisatorische und hygienische Aspekte sowie die Kalkulation sind ebenfalls Elemente in diesem Coaching.
Das neue Angebot wird beworben.

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Zum Mittagessen gibt es Paella.

Paella zu Mittag

Ansprechpartner und Kontakt:
Gymnasium bei St. Stephan Augsburg
Gallusplatz 2, 86152 Augsburg
Schulleitung: P. Emmanuel Andres OSB
Verpflegungsbeauftragte: Andrea Losch
Coach: Anja Häußler
Internet: www.st-stephan.de Externer Link

Grund- und Mittelschule Deinigen

Gebäude der Grund- und Mittelschule Deiningen
Die Grund- und Mittelschule Deiningen ist eine ländlich gelegene Schule mit 240 Schülern. Aus der verlängerten Mittagsbetreuung heraus entstand im Schuljahr 2016/2017 die offene Ganztagsgrundschule. Zwischen 22 und 28 Schüler essen gemeinsam in einem kleinen Raum, der auch für die anschließende Betreuung genutzt wird. Mit Hilfe des Coachings möchte die Schule die Mittagszeit besser organisieren und strukturieren, ein Angebot für Schüler, die im Nachmittagsunterricht sind, entwickeln und die Akzeptanz vor allem für Gemüse und Salat steigern.
Herausforderungen
Die Kinder der Offenen Ganztagsschule essen nach Schulschluss um 13 Uhr alle gemeinsam. Sichtbares Gemüse wird nur zögerlich gegessen. Nach der Essensausgabe ist es oft laut und unruhig. Leider gibt es bisher keine Möglichkeit das Essen für einzelne Kinder abzubestellen.
Der Speiseraum an der Schule wurde neu dekoriert und gestrichen.
Lösungswege und Ergebnisse
Eine Betreuungskraft isst mit, animiert die Kinder Speisen zu probieren und achtet auf Ruhe. Durch ein Umstellen der Tische konnte die Lautstärke zusätzlich reduziert werden. Ergebnisreich sind die Treffen des Essengremiums. Der Speisenlieferant gestaltet die Mittagsverpflegung "schülergerechter" und schmeckt etwas würziger als für die ebenfalls belieferten Kindergärten ab. Dies und die Einführung des "Probierlöffels" führte zu einer Reduzierung von Essensresten. Die Anzahl der Essenteilnehmer ist gestiegen und nach der Neugestaltung des Speiseraums sollen auch Lehrer zum Essen eingeladen werden.

Ansprechpartner und Kontakt:
Grund- und Mittelschule Deiningen
Schulstr. 5, 86738 Deiningen
Schulleitung: Margit Stimpfle
Verpflegungsbeauftragte: Andrea Grimm
Coach: Anja Häußler
Internet: www.vs-deiningen.de Externer Link

Grund- und Mittelschule Großaitingen

Gebäude der Grund- und Mittelschule Großaitingen 1
Rund 50 Schüler essen an der Grund- und Mittelschule Großaitingen an fünf Tagen in der Woche zu Mittag. Zu Beginn des neuen Schuljahres wurde von einer Küche vor Ort auf Warmanlieferung umgestellt. Mit der Teilnahme am Coaching Schulverpflegung möchte die Schule das Angebot und die Qualität rund um die Mittagsverpflegung weiter entwickeln.
Herausforderungen
Verschiedene Punkte müssen beachtet werden, um die Akzeptanz rund um das Mittagessen zu steigern. Manchen Eltern erscheint das Bestellsystem zu kompliziert und das Mittagessen zu teuer. Die Räumlichkeiten sollten vor allem im Bereich der Raumakustik nachgebessert werden.

Lösungswege und Ergebnisse

  • Um die Schüler verstärkt bei der Speiseplanung miteinzubeziehen, führt die OGS eine Umfrage zu den Wunschgerichten durch. Der Caterer integrierte bereits die Wunschgerichte der Grundschüler in den Speiseplan.
  • Die Bestellung des Mittagessens wird zukünftig von den Betreuerinnen übernommen.
  • Ein Elternbrief klärt über die Subventionen am Mittagessen von Seiten des Sachaufwandträgeres auf.
  • Tablettrutsche und Tabletts erleichtern die Ausgabe.
  • Eine Gastronomiespülmaschine optimiert die Reinigung von Geschirr und Tabletts.
  • Zur Einhaltung der Hygienevorschriften bei der Speisenausgabe trägt das Ausgabenpersonal Dienstkleidung.
  • Salate und Desserts werden nicht mehr in Kunststoff-, sondern in Glasschälchen ausgegeben.
Durch die einzelnen Maßnahmen ist die Akzeptanz bei den Schülern gestiegen. Mittelschüler nehmen verstärkt an der Mittagsverpflegung teil. Die Mitglieder des Essensgremium verschaften sich bei einer Betriebsbesichtigung des Cateres einen Überblick über die Produktionsabläufe, Vorrats- und Lagerhaltund und geben diese Informationen an Eltern und Kollegen weiter.
Bisherige, einfache Ausgabesituation

Bisherige Ausgabesituation

Ausgabetheke mit Tablettrutsche

Ausgabetheke mit Tablettrutsche

Tablett und Besteckbehälter

Tablett und Besteckbehälter

Acht Personen vor Lieferwagen

Besuch beim Caterer

Stimmen zum Coaching

  • "Die Akzeptanz der Speisen nimmt zu. Die Ausgabemodalitäten funktionieren inzwischen durch die Mitarbeit des Coachings reibungslos." Betreuerin des offenen Ganztags
  • "Wir haben viele wertvolle Impulse bekommen, die wir gut umsetzen können." Verpflegungsbeauftragte
  • "Ich finde es gut, dass wir im Rahmen des Coachings eine Besichtigung bei unserem Caterer durchführen. Dann sehen wir, wie unser Essen zubereitet wird." Lehrkraft
  • "Durch den Speiseplancheck im Rahmen des Coachings hat sich der Essensplan weiterentwickelt." Caterer

Ansprechpartner und Kontakt:
Grund- und Mittelschule Großaitingen
Schulstr. 6, 86845 Großaitingen
Schulleitung: Stefan Bader
Verpflegungsbeauftragte: Birgit Aigner
Coach: Barbara Scheidler
Internet: www.gs-ms-grossaitingen.de Externer Link

Mittelschule Wasserburg, Günzburg

Gebäude der Grund- und Mittelschule Wasserburg
"Wir sind im ersten Jahr im Ganztag und um Unterstützung dankbar!" bewarb sich die Grund- und Mittelschule Wasserburg. Bisher nehmen 25 Schüler und 4 Lehrer an der Mittagsverpflegung teil und für Schulleiter Markus Mayer steht fest: "Die oGTS steht und fällt mit dem Essensangebot." Mit Unterstützung des Coaches soll die Koordination rund ums Mittagessen verbessert und die Akzeptanz des Angebots gesteigert werden.
Herausforderungen
Die Mittagsbetreuung an der Mittelschule gibt es erst seit einem Jahr. Der Coach unterstützt Schüler und Mitarbeiter, damit der Ablauf beim Mittagessen besser koordiniert werden kann. Bei der Essensauswahl und -menge besteht noch Handlungsbedarf, um eine höhere Zufriedenheit bei den Kindern und Eltern zu gewährleisten.

Ansprechpartner und Kontakt:
Grund- und Mittelschule Wasserburg
Schulweg 1, 89312 Günzburg
Schulleitung: Markus Mayer
Verpflegungsbeauftragte: Hasret Kapici
Coach: Anja Häußler
Internet: www.gms-wasserburg.de Externer Link

Grundschule Kempten (Allgäu) auf dem Lindenberg

"Essen verbindet und beeinflusst die soziale Entwicklung"
Die Grundschule Kempten auf dem Lindenberg unterrichtet und erzieht nach dem Prinzip der "Sozialwirksamen Schule" und bezieht dabei natürlich die Mittagszeit mit ein. Als Stadtschule mit einem Migrationsanteil von ca. 70 % ist es ihr wichtig, dass sich alle Schüler wohlfühlen, die unterschiedlichen Geschmäcker berücksichtigt werden und das Mittagessen sowohl als gemeinschaftliches Erlebnis, als auch als wohltuende Pause wahrgenommen wird. Durch das Coaching Schulverpflegung soll die Verpflegungssituation der 80 Essensteilnehmer "ganzheitlich" in den Blick genommen und optimiert werden.
Herausforderungen
Die Schüler der vier Ganztagsklassen essen in einem eng getakteten Schichtbetrieb in Tischgruppen, begleitet von jeweils einer Betreuungskraft. Durch die begrenzten räumlichen Gegebenheiten sowie die Unruhe in manchen Klassen sind kleine effektive Maßnahmen nötig. Der hohe Migrationsanteil stellt eine große Herausforderung im Schulalltag und insbesondere beim Mittagessen dar. So fehlt es vielen Kindern sowohl an der Wertschätzung der Nahrungsmittel als auch an einer entsprechenen Esskultur. Dem Essensgremium ist es deshalb ein besonderes Anliegen, neben der Optimierung von Abläufen, den Kindern die Mittagsmahlzeit als ein gemeinschaftliches und genussvolles Erlebnis nahe zu bringen. Zusätzlich kommen auf die Schule weitere Aufgaben zu, da durch Umstrukturierungsmaßnahmen der Caterer mittelfristig gewechselt werden muss und auch beim Sachaufwandsträger kurzfristig ein Personalwechsel erfolgte.

Ansprechpartner und Kontakt:
Grundschule Kempten (Allgäu) auf dem Lindenberg
Merktstr. 3, 87437 Kempten
Schulleitung: Margret Bresele-Frisch
Verpflegungsbeauftragte: Andrea Rudolph
Coach: Miriam Marihart
Internet: www.gs-aufdemlindenberg.de Externer Link

Rückblick

Teilnehmende Schulen 2016/2017 in Schwaben

Grund- und Mittelschule Dietmannsried

Rund 520 Schüler besuchen die Grund- und Mittelschule Dietmannsried. Das kleine Bistro führt das Hausmeisterehepaar. Stammgäste sind dort die 50 Ganztagsschüler, die an vier Tagen in der Woche zu Mittag essen. Zusätzlich zur warmen Mahlzeit werden kleine Snacks angeboten. Das Bistro stößt an seine Grenzen und soll durch eine professionelle Mensa ersetzt werden.
Herausforderungen
Zusätzlich zu den Planungen der neuen Mensa wechselte nach den Herbstferien der Essensanbieter. Von der Warmanlieferung wurde auf ein Tiefkühlsystem umgestellt. Bestellung und Zubereitung der Speisen müssen sich neu einspielen und der Speiseplan akzeptiert und gesundheitsförderlich gestaltet werden. Das sehr gut eingearbeitet Hausmeisterehepaar geht in den Ruhestand.
Lösungsansätze und Ergebnisse
Damit die Speisen fachgerecht regeneriert werden, wurde die Mensaverantwortliche auf die neue Geräte geschult. Nach einer entsprechenden Einarbeitung und Beratung stellt sie nun den Speiseplan nicht nur "schülergerecht" sondern auch vollwertig zusammen und dokumentiert die Akzeptanz der verschiedenen Speisen. Besonders gut nehmen die Schüler das Salatbuffet an.

Ansprechpartner und Kontakt:
Grund- und Mittelschule Dietmannsried
Schulstr. 2, 87463 Dietmannsried
Schulleitung: Martin Mederer
Verpflegungsbeauftragte: N.N.
Coach:Anja Häußler
Internet: www.schule-dietmannsried.de Externer Link

Gymnasium Donauwörth

Außenansicht Gymnasium Donauwörth
Das Gymnasium Donauwörth ist mit 1250 Schüler und über 130 Lehrkräften eine der größten Schulen im Regierungsbezirk. Bereits seit dem Schuljahr 2010/11 können die Schüler der 5. bis 7. Klasse den offenen Ganztag besuchen. Pächter der Schulmensa ist das Kolping-Bildungszentrum Donauwörth. Trotz den täglich vor Ort frisch zubereiteten zwei Menülinien und verschieden Snackangeboten versorgen sich viele Schüler in den naheliegenden Geschäften. Durch das Coaching möchte die Schule einen „Blick von außen“ erhalten und die Akzeptanz der Schulmensa unter Einbeziehung der gesamten Schulfamilie steigern.
Herausforderungen
Die Schüler nutzen gerne die große Mensa/Aula als Aufenthaltsraum. Das Angebot der Mensa vor Ort ist jedoch nicht bekannt genug, auch gibt es keine speziell ausgewiesenen Esstische. Der Bonverkauf im Voraus funktioniert nicht, da die Schüler wenn dann lieber spontan zum Essen kommen. Um wirtschaftlich zu arbeiten, muss der Pächter mehr Essen verkaufen.
Lösungsansätze
Das Angebot muss verstärkt beworben werden. Die Müllproblematik in der Mensa muss angepackt und die Mensa als Lebensraum attraktiver gestaltet werden.
Ergebnisse
Um die Akzeptanz zu steigern, sind viele Ideen erfolgreich umgesetzt worden. Griechische, bayerische und italienische Wochen wurden in den Speiseplan mit aufgenommen. Die Klassensprecher weisen in Durchsagen auf ihr Wunschessen hin. Der Anbieter weitete das Snackangebot aus, um die Schüler verstärkt über Mittag in der Schule zu "halten". Mit Elternbrief und Führungen wurde das Kolpingwerk und seine Ausbildungsarbeit vorgestellt. Das Essensgremium lockerte die durchgängige Bestuhlung in der großen Mensa für den eigentlichen Essensbereich auf und integrierte eine gemütliche Sitzecke durch Abtrennung mit Dekoregalen in der Nähe der Snackausgabe. Tischaufsteller mit verschiedenen von Schülern kreierten Sprüchen zeigen Wirkung und sorgen für mehr Ordnung, ebenso die aufgestellten Mülltonnen und der Mensa-Räumdienst der 8. Klassen.

Stimmen zum Coaching

  • "Wir wollen, dass die Schüler im Schulhaus bleiben und unser Essen gut finden!" Mitglied der Schulleitung

Ansprechpartner und Kontakt:
Gymnasium Donauwörth
Pyrkstockstr. 1, 86609 Donauwörth
Schulleitung: Karl Auinger
Verpflegungsbeauftragte: Sabine Guggenmoos
Coach: Sonja Fäustlin
Internet: www.gym-don.de Externer Link

Gymnasium Königsbrunn

Außenansicht Gymnasium Königsbrunn
Das Gymnasium Königsbrunn mit rund 1.200 Schülern und 100 Lehrkräften hat im Schuljahr 2015/16 seine Mittagsverpflegung erfolgreich gecoacht. Nun möchte die Schule mit dem eingespielten Team "Essensgremium / Coach" die Zwischenverpflegung optimieren. Der Pächter der Mittagsverpflegung ist seit kurzem auch dafür zuständig.
Herausforderungen
Obwohl die Mensa von 07:30 bis 14:00 Uhr geöffnet hat und die Schüler sich zusätzlich über die Automaten den ganzen Tag versorgen können, kaufen sie gerne in naheliegenden Geschäften ein - und bringen so viel Müll in die Schule. Der Caterer möchte sein Food-to-go-Angebot erweitern - mit umweltbewussten Verpackungen. Das bestehende abwechslungsreiche Zwischenverpflegungsangebot soll optimiert werden.
Lösungsansätze
Den Schülern soll durch "Nudging in der Mensa" die richtigen Zwischenverpflegungsangebote schmackhaft gemacht werden. In den Automaten ist angedacht, empfehlenswerte Fair-Trade-Produkte durch Smilies zu kennzeichnen. Das Angebot der Automaten wurde mit dem Ampelcheck der Verbraucherzentrale unter die Lupe genommen.
Ergebnisse
Da das Angebot der Zwischenverpflegung nur im Einvernehmen mit dem Schulforum getragen werden kann, arbeitete das Essengremium eine Zusammenstellung von Produkten, die die Schule befürwortet, aus. Nach Kontaktaufnahme mit dem Eine-Welt-Laden vor Ort bereichern nun FairTrade-Produkte das Sortiment in den Automaten. Das Getränkeangebot wurde unter dem Motto "Cola raus!" verändert.

Ansprechpartner und Kontakt:
Gymnasium Königsbrunn
Alter Postweg 3, 86343 Königsbrunn
Schulleitung: Eva Focht-Schmidt
Verpflegungsbeauftragte: Stefanie Hach
Coach: Claudia Wiedemann

Adalbert-Stifter-Grundschule Marktoberdorf

Außenansicht Adalbert-Stifter-Grundschule Marktoberdorf
Seit 2012 bietet die Adalbert-Stifter-Grundschule den gebundenen Ganztag an. Rund 30 Grundschüler und zusätzlich zwölf Schüler der Klasse 1d des Förderzentrums Marktoberdorf essen gemeinsam mit ihren Betreuern an vier Tagen in der Woche. Das Mittagessen wird von einem Anbieter aus Marktoberdorf täglich frisch zubereitet und geliefert. Der Speisesaal, ein ehemaliges Klassenzimmer im Keller, wurde während der Sommerferien renoviert und ist kindgerecht eingerichtet. Auf Grund von Umbaumaßnahmen essen im Schuljahr 2016/17 zusätzlich bis zu 60 Hortkinder zu Mittag.
Herausforderungen
Um den starken Anstieg der Essensteilnehmer zu meistern, bedarf es einer guten Organisation. Die Gruppierung der Tische muss überdacht und Tischregeln müssen konsequent eingehalten werden. Der frisch renovierte Speiseraum wirkt noch sehr nüchtern. Zum Mittagessen wird den Schülern ein zu wenig verdünnter Direktsaft angeboten.
Lösungsansätze
Die Eltern sollen zukünftig über die Homepage alle Informationen rund ums Mittagessen erhalten. Das Essensgremium leitete vor und nach den Osterferien Bewertungsbögen an den Koch weiter. Um die Zusammenarbeit zwischen Schule und externem Personal zu stärken, wird ein Vertreter des Ausgabepersonal mit ins Essensgremium aufgenommen.
Ergebnisse
Nachdem sich der Speisenanbieter an einem Elternabend vorgestellt hat und über die Speiseplanzusammenstellung diskutiert wurde, ist die Akezptanz sehr gestiegen. Auf Wunsch der Eltern bietet er nun weniger Fleisch und dafür mehr Gemüse an. Betreuer möchten häufiger mitessen. Sehr verbessert hat sich die Getränkesituation, die Kinder bekommen mittlerweile eine stark verdünnte Saftschorle angeboten. Hygienische Vorgaben wie z.B. Spuckschutz werden erfüllt.

Stimmen zum Coaching

  • "Wir gehen in Richtung gesunde Schule", Schulleitung
  • "Ich bin froh, dass ich mitreden darf", Sachaufwandsträger

Ansprechpartner und Kontakt:
Adalbert-Stifter-Grundschule Marktoberdorf
Schwabenstr. 53, 87616 Marktoberdorf
Schulleitung: Bettina Schlegl
Verpflegungsbeauftragte: Eva Diller-Graf
Coach: Anja Häußler
Internet: www.gs-as-mod.de Externer Link

Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum Ursberg

Das Private Sonderpädagogische Förderzentrum Ursberg bietet seit dem Schuljahr 2013/14 von der 1. bis zur 9. Klasse Ganztagesklassen an. An vier Tagen in der Woche werden zwischen 120 und 140 Kinder und Jugendliche mit einem Mittagessen von der nahegelegenen Zentralküche des Dominikus-Ringeisen-Werks verpflegt. Das Essen nehmen die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Räumen ein, woraus ein sehr großer logistischer Aufwand resultiert.
Die gesamte Schulfamilie und der Küchenleiter sind bereit, sich auf die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten zu machen.
Herausforderungen
Das Mittagessen erreicht die Schule bereits relativ früh. Die beiden Hauptspeiseräume bedürfen einer kreativen Renovierung, um eine angenehme Essensatmosphäre zu erzielen. Fünf Klassen mit den jüngeren Schülerinnen und Schülern essen separat vor ihrem Klassenzimmer, allerdings ist u.a. das Mobiliar eher improvisiert. Die Spülküche entspricht bei inzwischen 10 Ganztagesklassen nicht mehr den Notwendigkeiten und Ansprüchen an Arbeitsplatz für die Mitarbeiterinnen der Mittagsaufsicht. Sowohl die Organisation des Geschirrrücklaufs als auch der Geräuschpegel sind dadurch problematisch.
Lösungsansätze und Ergebnisse
Schulleitung, Essensgremium und Coach betrachteten gemeinsam alle Bereiche, die für den "Lebensraum Mittagsverpflegung" notwendig sind und setzen die Lösungsansätze Schritt für Schritt um. Zwei neue, fahrbare Ausgabetheken für kalte und warme Speisen entzerren nicht nur den Ausgabebereich, sondern sorgen auch für die Einhaltung der vorgeschriebenen Ausgabetemperaturen. Durch die Umstellung der Anlieferung kommt das Essen jetzt kurz vor der Ausgabezeit an die Schule. Der Rücklauf des benutzen Geschirrs wird über Speisewägen gezielter geregelt. Der Bau eines neuen Ausgabebereiches und die Umgestaltung der Spülküche ist in Planung.
Die erarbeiteten Regeln werden in Form eines Puzzles dargestellt. Zoombild vorhanden

Regeln für die Mittagszeit

Die Schüler essen zukünftig alle im Speisesaal zu Mittag. Dazu werden sie in zwei Schichten eingeteilt. Damit die Betreuung der Kinder, die in der Freizeit sind, nicht zu kurz kommt, entwickelte das pädagogische Team gemeinsam mit dem Coach einen Betreuungsplan. Ab Herbst 2017 wird der Stundenplan angepasst, jede "Schicht" hat dann 45 Minuten Zeit zum Essen. Dekoration und bunte Bilder werten den Speisesaal auf. Die Schüler erarbeiteten fünf Regelpakete für die Mittagspause, die als Wochenthema besonders beachtet werden.
Unter Berücksichtigung der Schülerwünsche aller Jahrgangsstufen entwarfen Schüler mit dem Coach und dem Koch einen 5-Wochen-Speiseplan nach den Vorgaben des DGE-Qualitätsstandards für Schulverpflegung. Eine Auswahl von zwei Salaten und verschiedenen Dressings runden das hochwertige Angebot ab.
Mit einem Wettbewerb zur Namensfindung der Mensa wird auch im kommenden Schuljahr die Verpflegung weiter in den Mittelpunkt gestellt.

Stimmen zum Coaching

  • "Wir sind nicht nur Lernraum, sondern Lebensraum!" Schulleiterin Ulrike Egger

Ansprechpartner und Kontakt:
Privates Sonderpädagogisches Förderzentrum Ursberg
Rudolf-Lang-Straße 3, 86513 Ursberg
Schulleitung: Ulrike Egger
Verpflegungsbeauftragte: Ursula Gerhardt
Coach: Claudia Wiedemann