Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Schulkinder

Schriftzug Erlebnis Bauernhof - Lernprogramme für Grund- und Förderschulen

Unser Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg lädt Grundschulkinder der 2. bis 4. Klassen, Förderschulkinder aller Jahrgangsstufen sowie Kinder in Deutschklassen ein, mit ihren Lehrerinnen und Lehrern einen Bauernhof in ihrer Nähe zu besuchen.

Die ausgearbeiteten Lernprogramme haben Lehrplanbezug und fördern wichtige Kompetenzen. Zu dem ist ein einmaliger Besuch eines Betriebes für jedes Kind kostenlos (Fahrtkosten sind hier von ausgeschlossen).

Weitere Informationen auf Ihre Fragen rund um das Programm erhalten Sie durch die Ansprechpartnerinnen:

    Ansprechpartnerinnen

    Henrike Thies
    AELF Augsburg
    Bismarckstraße 62
    86391 Stadtbergen
    Telefon: 0821 43002-3215
    Fax: 0821 43002-1111
    E-Mail: poststelle@aelf-au.bayern.de
    Anna Hirschfelder
    AELF Augsburg
    Bismarckstraße 62
    86391 Stadtbergen
    Telefon: 0821 43002-3214
    Fax: 0821 43002-1111
    E-Mail: poststelle@aelf-au.bayern.de
    Einen Überblick über unsere Angebote für Landwirte und Landwirtinnen sowie für Lehrkräfte und Schulen finden Sie untenstehend.

    Infos und Weiterbildung für landwirtschaftliche Betriebe

    Netzwerktreffen

    In unregelmäßigen Abständen veranstaltet unser Amt Treffen für die Landwirtinnen und Landwirte, die bereits "Erlebnis Bauernhof" anbieten oder Interesse daran haben. Dort geben wir Anregungen und Tipps zu unterschiedlichen Themen und schaffen Raum zum individuellen Austausch. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine Mail, wenn Sie dabei sein möchten.

    Weitere Informationen und Fotos zu unseren Netzwerktreffen finden Sie im Rückblick.
    Rückblick

    Biodiversität am Erlebnis Bauernhof – mit Kopf, Herz und Hand Artenvielfalt erleben

    Auf dem Betrieb der Familie Bradl in Schönbach kamen im Februar 2020 Erlebnisbäuerinnen aus Schwaben und Oberbayern sowie Interessierte zusammen, um mehr über Biodiversität am Erlebnis Bauernhof zu erfahren.
    Nach der neuen Düngeverordnung und den darauf folgenden Protesten aus der Landwirtschaft war das Thema einmal mehr brisant. Referent Dr. Ulrich Hampl, erfahrener Bauernhofpädagoge und Aktiver im Netzwerk Blühende Landschaften, zeigte Anwendungsbeispiele für die Praxis. Alle Teilnehmenden wurden selbst aktiv, suchten den Betrieb nach Pflanzen, Bäumen und Tieren ab, erfuhren, wie ein Blickwechsel ein ganz neues Bild ermöglicht und mischten ein Gründüngungsgemenge mit der alten Sackwaage aus. Trotz der winterlichen Jahreszeit entdeckten die Teilnehmenden die Biodiversität überall am Hof.
    Am Nachmittag stellte Henrike Thies, Ansprechpartnerin am AELF Augsburg, Neuerungen im Programm vor. Anschließend durften die Erlebnisbäuerinnen das neu entwickelte Eier-Memory von Lucia Bradl in zwei Gruppen testen.
    Fazit
    Alle nahmen viele Ideen mit nach Hause. "Gerade jetzt, wo wir Landwirte so in die Kritik geraten sind, müssen wir doch Bescheid wissen!", lautete das Fazit einer Bäuerin.

    Fit für das Programm Bauernhof

    Alljährlich findet in Schwaben die Qualifizierung "Fit für das Programm Erlebnis Bauernhof" statt. 2020 waren 20 teilnehmende Landwirtinnen und Landwirte aus ganz Bayern zu Gast auf dem Arche-Hof Birk in Hellengerst.
    Rückblick

    Fit für das Programm Bauernhof

    Bis aus Niederbayern kamen die Interessierten, um sich mit vielen praktischen Einheiten und viel Austausch untereinander über das Programm "Erlebnis Bauernhof" zu informieren. Am Ende des Tages erhielten die Teilnehmer ein Zertifikat über die Teilnahme an der Qualifizierung.
    Auf die TeilnehmerInnen wartete ein kurzweiliger Tag mit praktischen Beispielen und Informationen rund um das Programm "Erlebnis Bauernhof". Inge Kolb vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten und Henrike Thies vom AELF Augsburg, beide Ansprechpartnerinnen für das Programm Erlebnis Bauernhof, führten durch den Tag.
    Das Programm entsprach ganz den Erwartungen
    Mit den Referenten erarbeiteten die Landwirtinnen und Landwirte persönliche und betriebliche Voraussetzungen für die Teilnahme am Programm. Sie beschäftigten sich mit der Gestaltung von Lernprogrammen unter Berücksichtigung des Lehrplans der Grundschulen und erhielten Infos über die formale Abwicklung des Programms Erlebnis Bauernhof.
    Hygienische Voraussetzungen und betriebliche Sicherheit
    Ein Referent der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) schulte darin, wie die Sicherheit der Kinder auf dem Bauernhof mit einfachen Mitteln erhöht werden kann. Elisabeth Bischofsberger vom AELF Kempten sensibilisierte für das Thema "Hygienische Voraussetzungen bei der Lebensmittelverkostung und –verarbeitung".
    Lernen von den „alten Hasen“
    Sicherlich das Highlight des Tages in Sachen Praxis war der Nachmittag. Die Seminarteilnehmenden durften selbst in die Rolle der Kinder schlüpfen, erlebnisorientierte Spiele ausprobieren und mit Barbara und Wolfgang Birk deren Arche-Hof erkunden.
    Fazit
    "Wir kennen jetzt die Anforderungen an uns und unseren Betrieb, die Qualifizierung war abwechslungsreich, kurzweilig, informativ und motivierend", lautete das Fazit der Teilnehmer in der Abschlussrunde.
    Mehrere Personen in Kuhstall

    Führung

    Frauen stehen vor Bergschafen

    Bergschafe

    Teilnehmer schauen auf Referentin, die neben Pinnwand steht

    Erlebnisbauernhof

    Modell einer Kuh, auf dem verschiedenen Körperteile umkreist sind

    Station

    Angebote für Schulen

    Sommer.Erlebnis.Bauernhof 2019

    Kinder sortieren Getreide

    Kinder sortieren Getreide

    Zum Auftakt der Erlebniswochen durften Schüler der Grundschule Gablingen einen Vormittag auf dem Hof der Familie Foag in Kühlenthal die moderne Arbeit auf dem Bauernhof kennenlernen.
    Die Kinder erfuhren in Gruppen, woher unser Essen stammt, welche Getreidesorten es gibt und wie aus den Körnern einer Ähre mit einer Handmühle Mehl gemacht wird. Höhepunkt war aber zweifellos, einer Muttersau und ihren Ferkeln ganz nah sein zu dürfen. Unter strengen hygienischen Bedingungen (weißer Schutzanzug, Fußbad) durften die Kinder fünf Tage alte Ferkel streicheln. Ein Erlebnis, das sie sicher nicht so schnell vergessen werden. Den Kindern und den Lehrkräften hat dieser besondere Schultag sehr gefallen.
    Weitere Aktionen

    2018: Selber Mehl mahlen und Ferkel bestaunen

    Am 28. Juni 2018 öffnete das Ehepaar Foag in Kühlenthal seinen Hof und lud zwei Klasse der Grundschule Emersacker mit ihren Lehrerinnen auf ihren Hof ein. In Kleingruppen fanden rund 40 kleinen Gäste heraus, welche Ausgangsprodukte für Lebensmittel von den Bauern kommen. "Was ist der Unterschied der einzelnen Getreidesorten?" wollte die Bäuerin wissen und hatte als Anschauungsmaterial einige Ähren parat. Die Körner durften die Kinder selber mahlen.
    Der Besuch bei einer Muttersau und ihren Ferkeln war ein besonderes Erlebnis. Die Tiere befinden sich in einem Vorführstall, der speziell für Schulklassenbesuche angefertigt wurde. Da Hygiene wichtig für die Tiergesundheit ist, mussten alle Schüler vor dem Tierbesuch Hände waschen und über ein Desinfektions-Fußbad gehen.

    2017: Von Hühnern und Eiern

    "Von Hühnern und Eiern" war das Thema, das die 24 Schüler der Klasse 2c der Parkschule Stadtbergen am 12. Juni 2018 auf dem Bäurlehof der Familie Fischer in Bobingen erlebten. Dort schlüpfen sogar Küken aus einem Brutautomaten. Es wurde den Fragen nachgegangen, wie die Eier zu den unterschiedlichen Farben kommen, ob Hühner hören können und wie lange ein Ei ausgebrütet wird. Sehr anschaulich hat die angehende Erlebnisbäuerin die einzelnen Entwicklungsstadien eines Kükens anhand von Plastikeiern dargestellt, die durch Öffnung die verschiedenen Stadien veranschaulichten.
    Schön war das Gefühl, ein Küken zu streicheln und das warme Gefieder zu spüren. Zu guter Letzt durften die Kinder ihrem Bewegungs- und Basteldrang nachgeben und eine eigene Collage aus bunten Eierschalen und Federn erstellen.

    2017: Von der Kartoffel zur Pommes

    Wer arbeitet muss auch kosten
    Im Rahmen der Projektwochen Sommer.Erlebnis.Bauernhof 2017 besuchte die Klasse 3 a der Laurentius-Grundschule Bobingen den Bäurle-Hof der Familie Fischer in Bobingen. Die Klasse erlebte zum Thema "Von der Kartoffel zur Pommes" alle Stufen der Pommesproduktion und schaute dabei gleichzeitig hinter den Kulissen der Landwirtschaft.
    Die Drittklässler genossen den Schultag sichtlich, zumal am Ende der Verzehr der eigenhändig hergestellten Pommes stand. "Das sind die besten Pommes, die ich je gegessen habe", schwärmten die Kinder. Ein mit selbst gefertigten Kartoffelstempeln gestaltetes Kartoffelbild durfte auch mit nach Hause genommen werden.
    Außerdem erarbeiteten die Kinder auf dem Bäurle-Hof ein Kartoffelbuch mit Arbeitsblättern zur Kartoffelpflanze, den Inhaltsstoffen der Kartoffel und der industriellen Produktion von Pommes.

    Schulungen für Referendare der Grund- und Förderschulen

    Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg bietet für das Lernprogramm Erlebnis Bauernhof eine Weiterbildung für angehende Grund- und FörderschullehrerInnen auf Erlebnis Bauernhof-Betrieben in den Landkreisen Augsburg und Friedberg-Aichach an.
    Bei dem Lernprogramm können die Referendare und Referendarinnen selbst aktiv werden und dabei Wissenswertes über die heutige Landwirtschaft lernen: Eine Futterration für eine Kuh zusammenstellen, Kühe füttern, Gemüse pflanzen, Kartoffel ernten, frisch gelegte Eier einsammeln oder Getreide mahlen. Sie erhalten dabei Informationen, wie ein Tag am Bauernhof organisiert wird und wie vielfältig die Inhalte eines Bauernhofbesuchs im Lehrplan verankert sind.
    Wir freuen uns, wenn sich interessierte Seminarleiterinnen und -leiter bei unserer Ansprechpartnerin Frau Thies melden.