Coaching Kitaverpflegung

Kleiner Junge sitzt am Kita Esstisch mit einem Teller Essen vor sich und Löffel in der Hand.

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Schwaben unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Voraussetzungen

Mitmachen kann jede Kita, die

  • ihren Sitz in Bayern hat,
  • mindestens vier Tage in der Woche eine warme Mittagsverpflegung anbietet,
  • einen Verpflegungsbeauftragten* als Ansprechpartner für den Kitaverpflegungs-Coach stellt,
  • ein Essensgremium** installiert, bestehend aus mindestens einem Vertreter der Kitaleitung, dem Verpflegungsbeauftragten, einem Elternvertreter und dem Speisenanbieter,
  • bereit ist, sich selbst aktiv in den Coaching-Prozess einzubringen und Veränderungen zu bewirken.

*Verpflegungsbeauftragter: Wichtig ist es, innerhalb des pädagogischen Teams einen Verpflegungsbeauftragten zu benennen, der die Treffen des Essensgremiums organisiert und koordiniert. Er ist erster Ansprechpartner rund um das Thema Verpflegung. Der Verpflegungsbeauftragte bündelt alle Anliegen rund um den Speiseplan und bringt sie im Essensgremium ein.

**Essensgremium: Die individuellen Unterschiede und Rahmenbedingungen, die in den Kitas und Schulen vorliegen, erfordern ein systematisches Vorgehen und das Einbeziehen aller Beteiligten in einem Essensgremium. Mitglieder sind Leitung, Verpflegungsbeauftragter, Speisenanbieter bzw. Küchenteam, Elternvertreter, ggf. Schülervertreter und Träger. Gemeinsam legen Sie die Ausrichtung der Verpflegung fest. Sie treffen sich in regelmäßigen Besprechungen rund um das Thema Verpflegung.

Hinweise zum Coaching-Prozess

Grundlage
Die fachliche Grundlage des Coaching-Prozesses sind die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung.

Eine Checkliste definiert die Handlungsfelder:

  • Organisation/Rahmenbedingungen
  • Gesundheit/Speisenangebot
  • Wertschätzung/Kommunikation
  • Nachhaltigkeit/Lebensmittelqualität
  • Ökonomie/Kostentransparenz
Ablauf

Zu Coaching-Beginn erfolgt eine Bestandsaufnahme auf Basis der Checkliste.
Außerdem analysiert die Kita ihren Speiseplan mithilfe des Speiseplan-Checks Kita- und Schulverpflegung.

Mit Unterstützung des Coaches formuliert das Essensgremium individuelle Ziele, um die Mittagsverpflegung zu verbessern. Die Optimierung des Speiseplans gemäß des DGE-Qualitätsstandards für die Kitaverpflegung ist dabei verpflichtend. In Anlehnung an die Vorgaben für die DGE-Zertifizierung ist es das Ziel, dass die Speisepläne am Ende des Coaching-Jahres mindestens 60 % der Kriterien des Speiseplan-Checks erfüllen. Außerdem muss im Laufe des Coaching-Prozesses, falls noch nicht vorhanden, ein Verpflegungsleitbild erarbeitet werden.

Mit den formulierten Zielen soll sich die Mittagsverpflegung in der Kita messbar verändern. Dafür erarbeitet das Essensgremium gemeinsam mit dem Coach ein individuelles Lösungskonzept.

Coaching 2019/20 in Schwaben

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:

"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."

Das Coaching startet im September 2019 und endet im Juli 2020.

Evangelische Kindertagesstätte Auferstehungskirche Augsburg

Die Kita-Auferstehungskirche in Augsburg

Evangelische Kindertagesstätte Auferstehungskirche Augsburg

Evangelische Kindertagesstätte Auferstehungskirche Augsburg
Die evangelische Kindertagesstätte Auferstehungskirche im Augsburger Stadtteil Hochzoll wagt im Herbst 2020 einen kompletten Neustart. Nach einer Generalsanierung erhielt die Einrichtung eine gut ausgestattete Küche. Eine Hauswirtschaftskraft bereitet künftig täglich für 100 Kinder die Mahlzeiten frisch vor Ort zu. Das Coaching soll den Neustart unterstützen. Besonders im Fokus steht dabei die Zubereitung von frischen, kindgerechten und qualitativ hochwertigen Speisen in der neuen Küche.
Herausforderungen
Das priorisierte Ziel des Teams ist die Umstellung auf Frischküche. Hierbei liegt der Fokus auf der Optimierung der Abläufe rund um die Mittagsverpflegung.
Lösungswege
Innerhalb des Coaching-Jahres hat die Kita immer wieder die Möglichkeit, eine „Probewoche“ zu organisieren. Es soll ein Speiseplan in Anlehnung an die DGE erstellt werden und die beiden Hauswirtschaftskräfte sollen Sicherheit und Routine bei den Abläufen erhalten.

Kinderhaus Heilige Familie Friedberg

Kinderhaus Heilige Familie Friedberg
Das Kinderhaus Heilige Familie im grün gelegenen Friedberger Stadtteil Ottmaring betreut täglich 109 Kinder. Seit Oktober 2017 bereiten eine Köchin und zwei Hauswirtschaftskräfte auch die Mittagsmahlzeiten für 100 Kinder am Tag frisch zu. Durch das Coaching will das Team des Kinderhauses mehr Sicherheit in ihren Entscheidungen und Vorgehensweisen erlangen. Großes Interesse besteht vor allem an einer Erweiterung des Wissens rund um das Thema Ernährung. Beispielsweise möchte das Team mehr über adäquate Essensmengen und über Lagerung und Lieferung von Lebensmitteln erfahren.
Herausforderungen
Die Einrichtung wünscht sich Kostentransparenz und möchte mehr Regionalität in ihre Speiseplanung miteinfließen lassen.
Aus Karton ausgeschnittener Pokal mit Aufschrift "Für die besten Köchinnen"Zoombild vorhanden

Für die besten Köchinnen

Lösungswege und Ergebnisse
Nach Anwendung des Speiseplanchecks ist der Speiseplan abwechslungsreicher geworden. Immer mehr Vollkornprodukte und Gemüse stehen auf dem neuen Speiseplan. Das Küchenteam zaubert eine bei allen Kindern beliebte bunte Gemüsequiche mit Lachs. Mehl, Nudeln und Kartoffeln stammen aus einem regionalen Hofladen. Die bereits gute Kommunikation innerhalb des Teams wird durch regelmäßige Meetings im Bereich Verpflegung intensiviert. Zudem findet einmal jährlich eine Pfarrgemeinderatssitzung mit allen Beteiligten in der Einrichtung statt. Der Träger und das Verpflegungsteam stehen im regelmäßigen Austausch und werden darin bestätigt, dass sie die Ausgaben rund um die Verpflegung korrekt kalkulieren.

Stimmen zum Coaching

  • "Der Speiseplancheck hat uns sehr geholfen, unseren Speiseplan noch abwechslungsreicher zu gestalten."
  • "Die Vororttermine der Coaches waren für uns sehr bereichernd, da sie uns in vielen Bereichen bestätigt haben und uns hilfreiche Tipps zur weiteren Verbesserung gegeben haben."

Montessori Kinderhaus Lauingen

Logo des Montessori Kinderhaus Lauingen e.V.
Montessori Kinderhaus Lauingen
Seit 2010 bietet das Montessori Kinderhaus in Lauingen eine warme Mittagsmahlzeit in der eigenen Zubereitungsküche an. Seit Kurzem verwöhnt eine neue Köchin die 82 Kinder mit ausgewogenen Mittagsmahlzeiten. Das Coaching soll die tägliche Arbeit der neuen Köchin unterstützen und sie noch sicherer im Thema Kinderernährung machen. Neben dem Angebot einer frischen, regionalen und saisonalen Küche steht eine Neugestaltung der Essräumlichkeiten im Vordergrund.
Herausforderungen
Das Team hat sich zum Ziel gesetzt, die Speiseraumsituation umzugestalten. Es soll ein separater Speiseraum mit einer neuen Küche entstehen. Die intensive Auseinandersetzung mit der Verpflegung und die damit verbundenen positiven Veränderungen sollen künftig in einer intensivierten Öffentlichkeitsarbeit nach außen getragen werden. Es existiert bisher kein schriftliches Verpflegungskonzept. Ein solches soll im Coaching erarbeitet werden. Außerdem soll der Wareneinkauf künftig durch eine detaillierte Aufstellung transparenter gestaltet werden.
Lösungswege
Gespräche bezüglich der Bauplanung für die neue Küche, finden bereits statt. Als eine Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit soll den Eltern das Verpflegungskonzept vorgestellt werden.
Ergebnisse
Die Pläne für die neue Küche haben sich innerhalb des Coachingjahres konkretisiert. In den kommenden Sommerferien soll diese eingebaut werden. Eine neue Spülmaschine ist bereits im Einsatz. In den folgenden Elternabenden thematisiert der Vorstand das Thema "Verpflegung". Eine Kostenaufstellung der letzten Monate hat gezeigt, dass die Kalkulation rund um die Verpflegung korrekt ist. Ein schriftliches Verpflegungskonzept soll im Herbst 2020 in Form eines kompakten Flyers erscheinen.

Evangelisches Kinderhaus Reutti Neu-Ulm

Kinderhaus Reutti Neu-Ulm mit Garten

Kinderhaus Reutti Neu-Ulm mit Garten

Evangelisches Kinderhaus Reutti Neu-Ulm
Die 85 Kinder des evangelischen Kinderhauses im Neu-Ulmer Ortsteil Reutti kommen in den Genuss einer Frischküche vor Ort. Gute Rahmenbedingen, wie zum Beispiel ein Essensraum, der nur für das Mittagessen genutzt wird, sind eine perfekte Basis für die Gestaltung einer gesundheitsfördernden Mittagsmahlzeit. Durch das Coaching soll der Speiseplan insoweit optimiert werden, dass mehr regionale und ökologische Lebensmittel verwendet werden. Die gemeinsamen Mahlzeiten sollen zum Bildungsort werden, an dem die Kinder in einer angenehmen Atmosphäre essen und gleichzeitig Grundlagen einer wertschätzenden, gesunden Ernährung lernen können.
Herausforderungen
Das Team der Einrichtung möchte in dem kleinen Speisesaal eine ruhige Atmosphäre schaffen. Vollkornprodukte, Fisch und Rohkost werden momentan noch zu selten angeboten. Die tatsächlichen Kosten für die Mahlzeiten sind der Leitung nicht bekannt. Um Mengen besser zu planen, muss die Kommunikation zwischen Köchin und Erzieherinnen gestärkt werden.
Lösungswege
Warme Farben und eine ansprechende Gestaltung des Speisesaals haben eine beruhigende Wirkung. Die Leitung bespricht mit dem Träger dazu mögliche Raumveränderungen. Die Wartezeit für die Kinder vor und während dem Essen kann durch Vorbereitungen wie z.B. Besteck, Gläser und Wasserkaraffen auf den Tischen sowie bereits portionierte Speisen gekürzt werden. Des Weiteren bereitet die Köchin nicht mehr jeden Tag mehr ein 3-Gang-Menü zu. Sie wertet die Speisepläne weiterhin mit dem Speiseplan-Check aus und vervollständigt die Allergenkennzeichnung. Die Leitung erfasst zur Kostentransparenz die gesamten Kosten für das Mittagessen für einen Monat.
Ergebnisse
Das Team bezieht die Kinder verstärkt in die Vorbereitungen ein. Ein neuer, niedriger Servierwagen kann bereits von den Kleinsten zum Tischdecken verwendet werden. Während dem Essen sorgen kleinere Tischgruppen für mehr Ruhe. Die Köchin organisierte die Speiseplanung, den Einkauf und Abläufe innerhalb der Küche neu. Sie verwendet verstärkt Bioprodukte, achtet beim Einkauf auf unverpackte Waren und stellt Fruchtjoghurts selber und ohne Zuckerzusatz her. Die Leitung erhielt einen guten Einblick in den betriebswirtschaftlichen Bereich.

Stimmen zum Coaching

  • "Mittlerweile essen die Kinder sogar Fisch!" Köchin
  • "Trotz der Unterbrechung des Coachings hat uns die Unterstützung und Beratung sehr geholfen, um auf neue Ideen und Lösungen zu kommen, die in ein neues Essenskonzept eingebracht werden." Leitung
  • "Der Blick der Mitarbeiter auf die pädagogische Arbeit und Wichtigkeit beim Essen mit den Kindern hat sich verändert und weiterentwickelt." Leitung

Haus für Kinder St. Nikolaus Ungerhausen

Die Einrichtung Haus für Kinder St. Nikolaus in Ungerhausen

Haus für Kinder St. Nikolaus, Ungerhausen

Haus für Kinder St. Nikolaus Ungerhausen
Im Haus für Kinder in Ungerhausen werden täglich 30 Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren mit einer vor Ort frisch zubereiteten Mittagsmahlzeit versorgt. Das Team möchte während des Coachings mehr Sicherheit bekommen, welche Kompromisse innerhalb der unterschiedlichen Altersstufen sinnvoll sind. Großen Wert legt die Einrichtung auf gesunde, regionale und saisonale Lebensmittel und die Einbeziehung der Kinderwünsche.
Herausforderungen
Eine Optimierung der Abläufe in der kleinen Haushaltsküche steht für das Team im Vordergrund. Hier wird nicht nur gekocht, sondern auch gegessen. Der Köchin stehen für die Zubereitung und die Reinigungsarbeiten 2 Stunden pro Tag zur Verfügung. Weitere anfallende Arbeiten übernimmt das pädagogische Personal. Die Kinder werden bisher noch nicht in Aufgaben rund um das Mittagessen einbezogen.
Lösungswege und Ergebnisse
Im November 2019 traf sich das Essensgremium mit Bürgermeister und Verantwortlichen der Pfarrei. Die Kita-Leitung wies auf die beengten Verhältnisse und fehlendes Personal hin. Das gemeinsame Ziel war es, die Zubereitung weiterhin vor Ort, aber zu erleichterten Bedingungen zu erhalten. Eine neue, helle Küche wurde in einen angrenzenden Raum eingebaut. Zwei angestellte Kräfte bereiten abwechselnd für die Kinder das Mittagessen zu und werden zusätzlich durch eine weitere Kraft bei der Reinigung unterstützt. Die für den Speiseplan Verantwortliche hat den bereits schon sehr abwechslungsreich zusammengestellten Speiseplan noch einmal überarbeitet. Er erfüllt nun alle Vorgaben der DGE. Um Lebensmittelabfälle zu reduzieren, stellt sie den Plan jede Woche zusammen und achtet dabei auf die Verarbeitung der noch vorhandenen Lebensmittel.
Die neue, helle Küche bietet mehr Platz

Neue Küche in Ungerhausen

Das Geschirr für das Mittagessen befindet sich in einer bodennahen Schublade.

Geschirrschublade

Stimmen zum Coaching

  • "Es hat sich viel getan. Das Personal ist entlastet und dadurch mehr am Kind." Kita-Leitung
  • "Relativ einfach umsetzbar!" Kita-Leitung

Ansprechpartnerinnen

Veronique Germscheid
AELF Augsburg
Bismarckstraße 62
86391 Stadtbergen
Telefon: 0821 43002-1352
Fax: 0821 43002-1111
E-Mail: poststelle@aelf-au.bayern.de
Christina Geyer
AELF Augsburg
Bismarckstraße 62
86391 Stadtbergen
Telefon: 0821 43002-1351
Fax: 0821 43002-1111
E-Mail: poststelle@aelf-au.bayern.de

Rückblick

Teilnehmende Kitas 2018/19

Die Teilnehmer des Coachings Kitaverpflegung 2018/2019Zoombild vorhanden

Die Teilnehmer des Coachings Kitaverpflegung 2018/2019

Bayernweit haben 38 Kitas und 41 Schulen im Schuljahr 2018/19 mit der Unterstützung von Ernährungsexperten ihre Verpflegung auf den Prüfstand gestellt und verbessert. In Schwaben nahmen 7 Schulen und 5 Kitas am Coaching Kita- und Schulverpflegung teil. Ernährungsministerin Michaela Kaniber überreichte den Teilnehmern im Juli 2019 in München ihre Urkunden. "Damit stellen wir Ihrem Engagement beste Noten aus: Sie haben es gemeinsam geschafft, die Verpflegung Ihrer Kinder gesünder, regionaler und nachhaltiger zu machen", sagte die Ministerin. Die Bedeutung nachhaltiger und regionaler Ernährung sei nicht nur ein wichtiger Bildungsauftrag, so Kaniber: "Die Kinder sollen das auch jeden Tag bei ihren Mahlzeiten in der Kita und in der Schule erleben und schmecken."

Kita Kunterbunt, Aitrang

Die Kinder essen an einem schön gedeckten Tisch zu Mittag
Kita Kunterbunt, Aitrang
Die Krippe der Integrativen Kindertagesstätte Kunterbunt hat als Schwerpunkt ihrer Arbeit das pädagogische Kochen mit den Kindern. Das Mittagessen für die Kindergartenkinder (ab 3 Jahren) liefert ein Caterer. Mit Hilfe des Coachings möchte die Einrichtung mit dem Caterer verstärkt ins Gespräch kommen, um das Angebot kindgerechter zu gestalten.
Herausforderungen
Damit die Kinder wissen, was es täglich zu essen gibt, sollte ein bebilderter Speiseplan erstellt werden. Noch stehen Vollkornprodukte, Obst und Salat bzw. Rohkost zu selten auf dem Speiseplan. Die vom Caterer berechneten Portionsgrößen sind den Erzieherinnen, die das Mittagessen ausgeben, nicht bekannt.
Lösungswege
Das Essensgremium und der Caterer arbeiten gut zusammen. Fragen zur Portionsgröße und möglichen Abmeldungen bei Krankheitsfällen konnten schnell geklärt werden. Das Vollkornangebot wird langsam aufgestockt. Die Umstellung auf Vollkornprodukte z.B. Vollkornnudeln, Naturreis und selbstgemachte Vollkornspätzle kommt auch bei anderen belieferten Einrichtungen gut an. Wenn die Erzieherinnen die Rohkost für die Kinder z. T. selber schneiden, kann diese häufiger geliefert werden.
Ergebnisse
Der bebilderte Speiseplan hängt auf Kinderhöhe. Die Kinder bekommen zum Essen Wasser auf die Tische gestellt. Fisch und Rohkost stehen jetzt häufiger auf dem Speiseplan. Die Umstellung auf Vollkornprodukte z.B. Vollkornnudeln, Naturreis und selbstgemachte Vollkornspätzle kommt auch bei anderen belieferten Einrichtungen gut an. Der Caterer geht soweit möglich auf die Wünsche der Kita ein. Die offene und wertschätzende Kommunikation zwischen Caterer und Einrichtung sorgt für ein gutes Miteinander.

Städtische Kita Zollernstraße, Augsburg

Städtische Kita Zollernstraße in Augsburg
Städtische Kita Zollernstraße, Augsburg
Die städtische Kinderkrippe und Haus für Kinder Zollernstraße liegt mitten in Augsburg. Ca. 108 Kinder aus Krippe, Kindergarten und Hort essen täglich zu Mittag. Die Köchin ergänzt die tiefgekühlten Speisekomponenten mit frischem Salat, Kartoffeln, Nudeln und Dessert.
Herausforderungen

Mit Hilfe des Coachings möchte die Kita Arbeitsabläufe optimieren, die Qualität des Speiseplans überprüfen und die Kinder verstärkt miteinbeziehen.

Lösungswege

Kinder dürfen unter der Anleitung einer Pädagogin den Speiseraum optisch gestalten. Eine Collage, Bilder, der Ernährungswürfel und ein bepflanztes, neues Gewächshauses lassen den Speiseraum gemütlicher wirken. Gemeinsam mit den Kindern erstellt das Team einen acht-Wochen-Rollierplan, der saisonal angepasst wird und die Wünsche von Klein bis Groß erfüllt.

Ergebnisse

Optimierte Arbeitsabläufe und vermehrte Partizipation der Kinder an der Gestaltung des Verpflegungsalltags ergeben ein gelungenes Gesamtbild zum Abschluss des Coachings. Die gesetzten Ziele konnten zur Zufriedenheit aller Beteiligten erreicht und umgesetzt werden. Besonders hervorzuheben sind die im Team überarbeiteten Speisepläne. Mit noch mehr Gemüse, Obst und Vollkornprodukten wird somit für einen gesunden Verpflegungsalltag der Kinder gesorgt und zusätzlich auf die verschiedenen Altersstufen Rücksicht genommen. Bei den Kindern findet der VIP-Tisch großen Anklang. Dieser ist besonders eingedeckt und kann im Voraus von den Kindern „gebucht“ werden.

Kinderkrippe Riesenmax, Biessenhofen

Gebäude der Kinderkrippe Riesenmax
Für die 21 Kinder der Kinderkrippe Riesenmax bereitet eine Hauswirtschaftstechnikerin täglich das Mittagessen frisch zu. Das pädagogische Personal unterstützt sie gemeinsam mit den Kindern beim Kochen. Wert wird auf regionale Lebensmittel und auf die regionale Allgäuer Küche gelegt.
Herausforderungen

Mit Hilfe des Coachings möchte die Kinderkrippe die Speiseplanerstellung weiter optimieren, noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und das monatliche Budget optimal nutzen. Die Einrichtung wünscht sich eine bessere Kommunikation der bereits guten Verpflegung.

Lösungswege

Das Team erstellt ein Verpflegungskonzept und kommuniziert damit den hohen Standard nach außen. Ein kleinkindgerechter 8-Wochen-Rollierspeiseplan, der saisonal angepasst wird und fast alle Vorgaben der DGE erfüllt, erleichtert den Kindern die Wiedererkennung der Speisen. Für die Selbstwirksamkeit wird ein nach Alter abgestuftes Schüsselsystem eingeführt. Um nachhaltiger wirtschaften zu können, erstellt die Köchin eine Rezeptdatei mit genauen Mengenangaben. Zudem werden Zusatzstoffe und die Allergene ausgewiesen. Das Team überarbeitet die optische Gestaltung des Speiseplans komplett.

Ergebnisse
Die rege Partizipation der Kinder am Verpflegungsalltag und die perfektionierte Verzahnung aller Beteiligten ergeben ein stimmiges und äußerst zufriedenstellendes Ergebnis. Beispielsweise profitiert die Köchin von der strukturierten und systematisierten neuen Rezeptdatei, hier werden u.a. Mengen und Akzeptanz festgehalten und dadurch Lebensmittelmüll vermieden. Die Einrichtung kauft verstärkt Produkte aus der Region und legt Wert auf das Tierwohl.

Kindergarten Pusteblume, Holzheim

Die Köchin im Kindergarten Pusteblume
Für die 40 Essenskinder aus Krippe-, Kindergarten- und Hort des Kindergartens Pusteblume kocht eine Köchin täglich frisch.
Herausforderungen

Mit Hilfe des Coachings möchte die Einrichtung den Speiseplan optimieren, die Kennzeichnung der Allergene und Zusatzstoffe überprüfen und Abläufe verbessern. Die Partizipation der Kinder ist der Einrichtungsleitung ganz wichtig.

Lösungswege

Die Köchin schreibt zukünftig die Rezepturen mit genauen Mengenangaben, Allergenen und Zusatzstoffen auf. Gemeinsam im Team wird die Organisation der Mittagsverpflegung genau unter die Lupe genommen. Schrittweise werden Vollkornprodukte und mehr Seefisch in den Speiseplan eingebaut. Auf ein tägliches Angebot an Gemüse und Salat wird geachtet.

Ergebnisse

Die Veränderungen beim Ablauf des Mittagessens, wie zum Beispiel die Einführung von Schichten nach Altersgruppen, gemeinsames Essen der Kinder mit dem pädagogischen Personal an einer großen Tafel mit Schüsselsystem bringt mehr Ruhe und Zufriedenheit bei allen Beteiligten.

Montessori Haus für Kinder, Dinkelscherben

Gebäude des Montessori-Haus für Kinder in Dinkelscherben
Das Küchenteam vom Montessori Haus für Kinder in Dinkelscherben versorgt täglich zurzeit insgesamt 51 Krippen- und Kindergartenkinder sowie das pädagogische Team. Die angestellte Köchin und ihr Küchenteam bereiten jeden Tag ein vollwertiges Mittagessen zu. Bei den Lebensmitteln wird besonderer Wert auf biologische und regionale Produkte gelegt.
Herausforderungen

Die Einrichtung wünscht sich einen leicht umzusetzenden Grundspeiseplan, der einfach an verschiedene Bedürfnisse angepasst werden kann. Der Anteil an regionalen und biologischen Produkten soll steigen. Weitere Ziele sind, den Zeitaufwand für Einkaufsplanung sowie Einkauf bzw. Bestellung zu reduzieren und die angesetzte Essenspauschale zu überprüfen.

Lösungswege

Das Essengremium erarbeitet gemeinsam mit dem Coach einen 8-Wochen-Speiseplan. Er erleichtert u.a. den Einkauf und dient der Kostenermittlung. Um alle lebensmittelrechtlichen Vorgaben einzuhalten, wird mit der Lebensmittelüberwachung zusammengearbeitet.

Ergebnisse

Die Ergebnisse des Coachings sind für alle Beteiligten sehr zufriedenstellend. Allen voran steht der hohe Anteil an regionalen und ökologischen Lebensmitteln. Die Köchin hält diesen aufgeschlüsselt fest und kennt die verschiedenen Einkaufsquellen. Bevorzugt werden Produkte, die vor Ort bezogen werden können. So kauft Sie das Fleisch beim heimischen Metzger ein, der seine Waren von den Landwirten aus der Umgebung bezieht.