Schwaben und Oberbayern-West
Aktuelle Pflanzenbau- und Pflanzenschutzhinweise (Stand: 23. September 2022)

Aktuelle Versuchergebnisse

Aktuelle Versuchsergebnisse zu den Landesortenversuchen Getreide gibt es auf Seiten der LfL

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Sortenempfehlung Winterungen

Sortenempfehlung für den Anbau 2022/23 und weitere Hinweise

Winterraps

Die Rapsbestände laufen heuer je nach Saattermin und Bodenverhältnissen sehr unterschiedlich auf, weiter entwickelte Standorte befinden sich bereits im 3-4 Blattstadium. Der Unkraut- und Ungrasbesatz ist derzeit noch zumeist verhalten. Sollte eine Ausfallgetreide- oder Ungrasbekämpfung notwendig sein, kann dies nach vollständigem Auflauf (ca. 2-3 Blattstadium) mit blattaktiven Mitteln wie z.B. Agil-S, Focus-Aktiv-Pack, Gallant Super, Select 240 EC oder Targa Super vorgenommen werden.

Nahezu alle von uns betreuten Gelbschalen weisen derzeit keine Überschreitung der Schadschwelle durch Erdflöhe auf. Das amtliche Monitoring über Gelbschalen kann aber nur ein Anhaltspunkt sein und keinesfalls die Kontrolle Ihrer Schläge ersetzen, zudem ist der Befall regional sehr unterschiedlich. Die Schadschwelle ist überschritten, wenn innerhalb von etwa 3 Wochen 50 (dünner, lückiger Bestand) oder 100 Erdflöhe für gute Bestände gefangen werden. Trotzdem wird auf vielen Flächen auch ohne Überschreitung der Fangzahlen starker Lochfraß an den jungen Pflanzen beobachtet. Bei mehr als 10 % Blattverlust kann eine Bekämpfung mit Pyrethroiden wie z.B. Karate Zeon, Lamdex Forte, Hunter WG oder Kaiso Sorbie erfolgen. In den vergangenen Jahren wurde regional in Rapsbeständen vermehrt auch der Befall durch den bisher kaum aufgetretenen schwarzen Kohltriebrüssler mit entsprechenden Schäden beobachtet. Vor allem die Larven haben über den Winter ein hohes Schadpotential und können zum Ausfall ganzer Rapspflanzen führen. Der Hauptzuflug erfolgt im Gegensatz zum Erdfloh erst später gegen Mitte Oktober. Lassen Sie die Gelbschalen aus diesem Grund länger am Feld und beobachten Sie die Zuflüge wöchentlich. Da derzeit noch keine offizielle Schadschwelle bekannt ist, wird von Seiten der LfL eine Bekämpfung bei mehr als 10 Käfern/Gelbschale innerhalb von 3 Wochen empfohlen. Die genannten Insektizide können pro Saison maximal zweimal eingesetzt werden, so dass auch nach einer bereits erfolgten Erdflohbekämpfung bei Notwendigkeit eine erneute Bekämpfung mit der Zulassung gegen beißende Insekten durchgeführt werden kann. Allerdings sollte zur Vermeidung von Resistenzen es das Ziel sein, nach Möglichkeit mit einer Behandlung aus-zukommen. Behandeln Sie deshalb gegen den Erdfloh keinesfalls zu früh vor Erreichen der Schadschwelle.

Gelbschalenmonitoring
LandkreisOrtFalle aufgestellt am06. 09.09.09.13.09.16.09.20.09.Gesamt
AFeigenhofen12.09.22
AZusmarshausen W13.09.1313
AZusmarshausen N13.09.1515
DAHOdelzhausen08.09.213
DAHWiedenzhausen08.09.82533
DLGPrettelshofen12.09.1111
DONNördlingen05.09.23162837104
EIBerghausen01.09.224
EIHexenagger01.09.448
EILobsing01.09.325
EINeuenhinzenhausen01.09.202
EIPettenhofen Nord30.08.741223
EIPettenhofen Süd30.08.661022
EIPirkenbrunn01.09.235
EIPondorf01.09.000
EITheißing01.09.325

Informationen der LfL zum Pflanzenschutz in Raps

Düngung

Weitere Hinweise zur Düngung, Düngebedarfsermittlung, rote, gelbe oder grüne Gebiete, Basisdaten, Stoffstrombilanz, Veröffentlichungen, usw. bei der LfL.

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Fortbildungen nach Pflanzenschutz – Sachkunde – Verordnung

Wenn Sie im Besitz einer Scheckkarte nach Pflanzenschutz- Sachkunde sind, so sind Sie zum Besuch von Fortbildungen verpflichtet. Ein Fortbildungszeitraum erstreckt sich über 3 Jahre. In diesem Zeitraum sind sie verpflichtet eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Welche Zeiträume für Sie gelten, ist auf der Scheckkarte unter „Beginn erster Fortbildungszeitraum“ vermerkt. Hier wird unterschieden, ob Sie vor dem 14. Februar 2012 sachkundig waren und demnach ein sogenannter Altsachkundiger sind, oder die Sachkunde erst nach dem 14. Februar 2012 erworben haben.

Für altsachkundige Personen begann der erste Fortbildungszeitraum am 1. Januar 2013.

  • 1. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015
  • 2. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018
  • 3. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021
  • usw.
Für alle, die die Sachkunde im Pflanzenschutz nach dem 14. Februar 2012 erworben haben, beginnt der erste Dreijahreszeitraum mit dem Ausstellungsdatum des Sachkundenachweises. Auch dieses Datum ist auf der Rückseite der Scheckkarte vermerkt. In diesem Fall sind die Dreijahreszeiträume individuell gelegt:
Beispiel: Ausstellungsdatum und "Beginn erster Fortbildungszeitraum": 11. März 2015
  • 1. Fortbildungszeitraum: 11. März 2015 bis 10. März 2018
  • 2. Fortbildungszeitraum: 11. März 2018 bis 10. März 2021
  • 3. Fortbildungszeitraum: 11. März 2022 bis 10. März 2024
  • usw.

Fortbildungstermine zur Sachkunde im Pflanzenschutz

Im neuen Pflanzenschutzgesetz (in Kraft getreten am 14. Februar 2012) ist festgelegt, dass alle Sachkundigen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren eine von der zuständigen Behörde anerkannte Fortbildung wahrnehmen müssen. Weitere Hinweise und Termine unter

Hinweise und Veranstaltungsorte - LfL Externer Link

Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen

Die Vorschriften für die Dokumentation von Pflanzenschutzmittelanwendungen wurden durch die neue EU-Verordnung über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (Verordnung (EG) Nr. 1107/2009) moderat geändert und durch das Pflanzenschutzgesetz vom 06.02.2012 konkretisiert. Weiterhin gilt, dass jeder landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche oder gärtnerische Betrieb, unabhängig von der Betriebsgröße, verpflichtet ist, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu dokumentieren und für 3 Jahre aufzubewahren. Verantwortlich dafür ist immer der Leiter des Betriebes, auch wenn die Anwendung durch den Maschinenring bzw. Lohnunternehmer erfolgt.

Aufzuzeichnen ist:

  • der Tag der Anwendung
  • die behandelte Kultur
  • die Fläche, auf der der Pflanzenschutzmitteleinsatz erfolgt ist
  • das eingesetzte Mittel (genaue Bezeichnung – bei Packs die Namen der einzelnen Mittel)
  • die Aufwandmenge je ha und
  • der Anwender des Pflanzenschutzmittels mit seinem Vor- und Zunamen.
Regelmäßiges Aufzeichnen hilft Fehler bei der Dokumentation, die zu Beanstandungen anlässlich von Cross Compliance-Kontrollen führen können, zu vermeiden.
Die Landesanstalt für Landwirtschaft bietet unter folgender Internetseite eine vorgefertigte Tabelle für die korrekte Dokumentation der Pflanzenschutzanwendungen. Unter folgender Internetseite können Sie die Dokumentationsvorlage auf Ihren PC laden bzw. ausdrucken:

Weitere Hinweise und Dokumentationsvorlage - LfL Externer Link

Lesen Sie hierzu auch

Verbundberatung

Weitere schriftliche aktuelle Hinweise über den Partner in der Verbundberatung - Pflanzenbau Mehr