Schwaben und Oberbayern-West
Aktuelle Pflanzenbau- und Pflanzenschutzhinweise (Stand: 14. April 2021)

Aktuelle Situation und Wachstumsregler in Wintergerste - Ergebnisse Monitoring in Wintergerste

Die Wintergerste hat zumeist das Entwicklungsstadium 31 (1-Knoten-Stadium) erreicht. Der Wachstumsreglereinsatz sich an der Bestandsentwicklung, Sorte, Wasserversorgung und Temperatur zu richten. Bei Nachtfrösten sollte mit dem Wachstumsreglereinsatz noch gewartet werden.
Auf den älteren Blättern sind Nekrosen zu finden, die jedoch keine Krankheit darstellen. Aktuell ist der Krankheitsdruck gering. Derzeit ist noch an keinem Standort die Bekämpfungsschwelle durch den erfahrungsgemäß sehr früh auftretenden Zwergrost überschritten, auch Mehltau konnte noch an keiner Probe festgestellt werden. Deshalb ist es nicht sinnvoll beim Wachstumsreglereinsatz generell ein Fungizid zuzumischen, unterschwelliger Befall mit Zwergrost kann toleriert werden. Als Fungizide nach deutlicher Überschreitung der Schwelle bei Zwergrost sollten roststarke Mittel wie z.B. 0,8 l/ha Input Classic, 1,25 Input Triple (bei deutlich Mehltaubefall), 1,0 l/ha Balaya oder 0,8 l Revystar + 0,4 l Flexity eingesetzt werden.

Ergebnisse Monitoring und Hinweise

Pflanzenschutz – Herbizideinsatz in Wintergetreide

In der Regel sind die Flächen behandelt, auf denen nachgewiesenermaßen Ungräser (v.a. Ackerfuchsschwanz) Probleme bereiten. Achten Sie darauf, dass während und nach der Behandlung warmes wüchsiges Wetter in Verbindung mit frostfreien Nächten herrscht. Achten Sie auf ausreichend Luftfeuchte.
Soweit noch eine Behandlung aussteht, sollte die kalte Witterung mit den starken Nachtfrösten abgewartet werden. Eine Behandlung sollte auch nicht in vom Frost gestressten Beständen erfolgen, sodass nach derzeitigem Wetterbericht ab Anfang nächster Woche eine Behandlung möglich ist. Eine Zugabe eines Wachstumsreglers auf CCC-Basis in ist durchaus möglich.
Achtung bei von Gülle benetzten Pflanzen. Um die Wirkung der blattaktiven Herbizide aufrecht zu erhalten muss sichergestellt sein, dass Regen den organischen Dünger von den Unkäutern und Ungräsern abgewaschen hat.

Getreideherbizide für die Frühjahrsbehandlung - LfL Externer Link

Zweite Stickstoffgabe in Wintergerste, Triticale und Winterroggen

Wintergerste ist teils bereits in BBCH 30 bis 31. Mit den vorausgesagten Temperaturen über das Wochenende hinaus ist die Entwicklung der Bestände eher noch verhalten. Jedoch wird mit dem nächsten Temperaturanstieg das Wachstum deutlich zulegen. Auch Triticale und Winterrogen sind teilweise, vor allem auf wärmeren Lagen ähnlich weit entwickelt, sodass die Bestände zu Beginn des Schossens sind. In diesen Kulturen ist nun die zweite Stickstoffgabe zu geben. Der Stickstoffbedarf zum Schossen liegt bei Wintergerste bei 30 - 40 kg N/ha, Winterroggen 20 - 40 kg N/ha und Triticale 30 - 50 kg N/ha. Zur Bestimmung der bedarfsgerechten Stickstoffdüngung müssen die eigenen Bestände beurteilt werden. Wurde die 1. Gabe in mineralischer und/oder organischer Form relativ hoch angesetzt kann in Verbindung die zweite Gabe insbesondere bei Wintergerste je nach Bestandentwicklung auch ausgelassen werden. Bei üppiger Entwicklung sollte sich die 2. Gabe an den „unteren“ Werten orientieren. Bei schwächer entwickelten Beständen ist dagegen die 2. Gabe sehr wichtig um die Anzahl der ährentragenden Halme zu erhalten. Soweit der Schwefelbedarf von ca. 20 kg/ha mit der ersten Gabe noch nicht abgedeckt wurde, so kann dies auch über die 2 Gabe erfolgen. Die Höhe der N-Düngung richtet sich betriebsindividuell, grundsätzlich nach dem Ergebnis der eigenen Düngeplanung.

Notfallzulassung für Amistar MAX und Folpan 500 SC

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat für den Wirkstoff Folpet eine Notfallzulassung nach Artikel 53 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 gegen Ramularia collocygni in Gerste erteilt.
Darunter fallen die Mittel Folpan 500 SC, sowie Amistar MAX. Für Folpan 500 SC gilt dies über die bereits bestehende Zulassung und gegen Septoria tritici in Weizen und im Weinbau hinaus. Das bislang noch nicht zugelassene Amistar Max kann somit erstmals eingesetzt werden.
Die Anwendung ist 2021 in Sommer- und Wintergerste in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nach Warndienstaufruf gestattet. Die Notfallzulassung ist für 120 Tage vom 01.04.2021 bis 29.07.2021 gültig.
Das BVL schreibt außerdem vor, dass die Produkte in Kombination mit einem anderen Mittel angewendet werden muss, das entweder Prothioconazol (z.B. alle Xpro-Mittel, Elatus Era, Fandango, Gigant, Input Classic, Input Triple, Jordi, Proline, Traciafin und viele weitere Prothioconazol-Solopräparate) oder Mefentrifluconazol (z.B. Revytrex, Balaya oder Revystar) enthält

Aktuelle Situation in Raps

Die warmen Temperaturen des letzten Wochenendes führten zu einem ersten Zuflug der Rapsglanzkäfer im Winterraps. Die Bekämpfungsschwelle (Zählung hauptsächlich in den Rapsknospen) liegt beim Rapsglanzkäfer bei mindestens 10 Glanzkäfern pro Pflanze in gut entwickelten Beständen. Die relativ hohe Schadschwelle ist deshalb begründet, da in Exaktversuchen der letzten Jahre bei ähnlichen Besatzdichten keine signifikanten Ertragsminderungen festgestellt werden konnten. Diese Erkenntnisse wurden in Bayern immer wieder aufs Neue bestätigt. Lediglich in sehr schwach entwickelten, dünnen Beständen kann eine Bekämpfung ab 5 Käfern pro Pflanze gerecht-fertigt sein. Die hohe Kompensationsfähigkeit von Raps sollte bei einer Spritzentscheidung unbedingt Beachtung finden.
Kontrollieren Sie die Pflanzen nicht nur am Feldrand, sondern über den Schlag verteilt. Warten Sie mit einer Bekämpfung auf jeden Fall solange ab, bis die Schwellenwerte erreicht sind, und behandeln Sie keinesfalls zu früh
Sobald der Raps jedoch zu blühen beginnt schädigen die Käfer nicht mehr. Die gelbe Farbe der geöffneten Blüten ist für die Käfer attraktiv, sodass diese sich dort konzentrieren. In geöffneten Blüten findet keine Schädigung mehr statt! Es werden lediglich die Staubbeutel herausgefressen und dabei als positiver Nebeneffekt die Blütennarbe bestäubt!
Lediglich die Fraßaktivität an den ungeöffneten Blütenknospen ist schädigend. Zu einer Bekämpfung nach Schwellenüberschreitung. Achten Sie bei einer Behandlung darauf, dass die Glanzkäfer in den Knospen aktiv sind und gut getroffen werden. Beachten Sie unbedingt den Bienenschutz und die damit verbundenen Auflagen mit Fungizidmischungen!

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Einsatz von Mospilan SG
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat die Anwendung der Pflanzenschutzmittel Mospilan SG und Danjiri gegen den Rapsglanzkäfer in Winterraps ab dem 12. März 2021 eingeschränkt. Eine Anwendung zur Bekämpfung des Rapsglanzkäfers in Raps ist nur noch zulässig vom Kulturstadium BBCH 51 „Hauptinfloreszenz in mitten der obersten Blätter von oben sichtbar“ bis zum Stadium BBCH 59 „Erste Blütenblätter sichtbar; Blüten noch geschlossen“. Damit ist eine Anwendung in der Blüte nicht mehr zulässig.
Das BVL hat damit auf die oft hingewiesene Beratungsaussage reagiert, dass eine Bekämpfung des Rapsglanzkäfers ab dem Zeitpunkt der sich öffnenden Blüten i.d.R. nicht mehr notwendig, bzw. effektiv ist. Generell können bei gut entwickelten Rapsbeständen bis zu 10 Käfer/Knospenstand toleriert werden. Sollte bei Ihnen die Schad-schwelle dennoch überschritten sein stehen die Präparate 170 ml/ha Avaunt (B1 !, es darf keine Blüte im Raps geöffnet sein und keine blühenden Unkräuter im Bestand sein), 200 g/ha Mospilan SG unter den o.g. Voraussetzungen oder 200 ml/ha Mavrik Vita bzw. Evure zur Verfügung. Pyrethroide der Klasse II (Karate Zeon, Hunter WG o.ä.) haben aufgrund weitreichender Resistenzen gegenüber dem Rapsglanzkäfer keine ausreichende Wirkung mehr.

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Erste Herbizidbehandlung in Zuckerrüben einplanen!

Für in diesem Jahr normal gesäte Zuckerrüben (in der Woche vor Ostern) steht in der nächsten Woche die erste NAK-Behandlung an. Wie schon im letzten Jahr, ist die trockene Bodenoberfläche für die bodenaktiven Wirkstoffe besonders anspruchsvoll. Nichtsdestotrotz sollte die erste Behandlung stattfinden. Es ist durchaus möglich, dass Unkräuter trotzdem keimen. Je nach Verfügbarkeit sollten beispielsweise quinmerac-haltige Mittel (Goltix Titan oder Kezuro) in der ersten NAK eingesetzt werden. Quinmerac erweitert das Wirkungsspektrum und unterstützt die Bodenwirkung von Metamitron. Die späteren Termine können dann mit einem „reinen“ Metamitron (z.B. Goltix Gold oder Metafol SC) weiter geführt werden!
Bei den Mischungen ist auf verträgliche Applikationsbedingungen zu achten. Allen voran ist bei einer Applikation die Gefahr von Nachtfrösten im Auge zu behalten, da es zur Schädigung der aufgelaufenen Pflanzen führen kann!

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Anbau von Ackerbohnen und Erbsen

Vor allem Erbsen reagieren empfindlich auf Bodenverdichtungen. Nur weite Anbauabstände sind zielführend. Ackerbohnen min. 4 Jahre und Erbsen min. 5 Jahre Anbauabstand einhalten! Der Herbizideinsatz (Achtung: Pflanzenschutzverbot auf ökologischen Vorrangflächen beachten!) muss im Leguminosenanbau möglichst sicher und erfolgreich verlaufen. Ackerbohnen und Erbsen sind sehr konkurrenzschwach. Daher besitzt eine Vorauflaufbehandlung auf abgesetzte Böden langjährig gesehen die besten Erfolgsaussichten. Möglich sind z.B. im VA bei Ackerbohnen/Erbsen in der Soloanwendung 4,0 - 5,0 l/ha Boxer, 3,5 - 4,0 l/ha Bandur, 4,0 - 4,4 l/ha Stomp Aqua, 2,4 kg/ha Novitron DamTec o. 4,0 l/ha Spectrum Plus.
In der Vorauflaufanwendung können problemlos auch Mittel in geringerer Aufwandmenge kombiniert werden. In der Empfehlung für eine breite und sichere Wirkung sind dies Kombinationen z.B. aus 2,5 l/ha Bandur + 0,2 l/ha Centium 36 CS oder 2,5 l/ha Stomp Aqua + 0,2 l/ha Centium 36 CS oder 2,0 l/ha Stomp Aqua + 3,0 l/ha Boxer.
Die zusätzlichen Auflagen für Mittel mit den Wirkstoffen Pendimethalin, Prosulfocarb sowie Clomazone sind unbedingt zu beachten!
Der Einsatz im Nachauflauf ist ausschließlich in Erbsen mit Stomp Aqua möglich. Die Aufwandmenge beläuft sich in der Nachauflaufanwendung bei 2,5 bis 3,0 l/ha. In Futtererbsen ist zudem bis zum 2. Laubblatt der Unkräuter das Mittel Spectrum Plus mit der Aufwandmenge von 4,0 l/ha möglich. Die Anwendung ist auf einmal in dieser Kultur und Jahr begrenzt. Bei einer etwaigen Vorauflaufanwendung mit dem jeweiligen Mittel ist eine Anwendung im Nachauflauf nicht mehr gestattet.
Gegen Gräser stehen im Nachauflauf beispielsweise 0,5 l/ha Gallant Super, 1,0 l/ha Fusilade MAX, 1,0 + 1,0 Focus Aktiv Pack oder 0,75 l/ha Agil-S zur Verfügung. Speziell gegen Quecke kann in Futtererbsen mit 2,0 l/ha Fusilade MAX, in Ackerbohnen mit 2,5 l/ha Leopard oder in Futtererbsen und Ackerbohnen mit 2,5 l/ha + 2,5 l/ha Focus Aktiv Pack behandelt werden.

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Bei der Düngung die Umrechnung der Schwefelgehalte beachten!

Neben den Hauptnährstoffen Stickstoff, Phosphat und Kali sollte man sich auch Gedanken um die Versor-gung der Bestände mit Schwefel machen. Insbesondere bei Wintergerste und Winterraps ist zu Vegetationsbeginn auf die Schwefelversorgung besonders zu achten.
Der empfohlene Bedarf der einzelnen Kulturen, sowie die Deklaration der einzelnen Dünger ist in der Regel auf den Reinnährstoff „S“ bezogen. Einige Hersteller geben jedoch mittlerweile den Schwefelgehalt des jeweiligen Düngers in SO3 (Schwefeltrioxid) an. Dabei ist darauf zu achten, dass der Wert „SO3“mit 2,49 geteilt werden muss um „S“ zu erhalten. Bei einem geplanten Einsatz eines schwefelhaltigen Düngers, sind folgende Richtwerte zu beachten:
10 bis 20 kg/ha S bei Wintergetreide (v.a. Wintergerste)
40 bis 50 kg/ha S bei Winterraps

Wichtige Hinweise und Definitionen nach Düngeverordnung im Frühjahr

Zeitnahe Düngung:
Laut § 3 Abs. 1 Düngeverordnung ist die Düngung zeitnah zum Bedarf der jeweiligen Kultur auszubringen.
Zeitgerechte Düngung im Getreide bedeutet ab 1. Februar. Zu Mais oder anderen Kulturen mit ähnlichem Saatzeitpunkt ist die Düngung auf unbestelltem Ackerland oder zu abgefrorenen Zwischenfrüchten bei Zugabe von Nitrifikationshemmern ab 1. März und ohne diesen Zusatz ab 15. März erlaubt.
Einarbeitungsfrist:
In § 6 Abs. 1 der Düngeverordnung ist die Ausbringung auf unbestelltem Ackerland (z. B. vor Mais) geregelt. Organische Dünger (>1,5 % Gesamt-N in der TM, davon >10 % Ammonium-N) müssen spätestens 4 Stunden nach Beginn des Aufbringens eingearbeitet werden. Die Einarbeitungsfrist gilt nicht für Festmist von Huf- und Klauentieren, Kompost und organische Dünger mit weniger als 2 % Trockenmassegehalt. Ab 2020 muss auch Harnstoff mit einem N-Gehalt von mind. 44% ohne Ureasehemmer unverzüglich (innerhalb 4 Stunden) eingearbeitet werden. Auf bestellten Flächen ist nur noch Harnstoff mit Ureasehemmer zu verwenden.
Gewässerabstand:
In der Düngeverordnung wurden die Abstände zu Gewässern auf „grünen“ Flächen weiter verschärft, um ein Abschwemmen von Nährstoffen zu vermeiden. Bei ebenen Flächen (bis 5 % Neigung) beträgt der Abstand 4 m, bei Geräten mit anerkannter Grenzstreueinrichtung bzw. wo die Streubreite der Arbeitsbreite ent-spricht (z. B. Limiter, Schleppschuh), kann dieser Abstand auf 1 m reduziert werden. Bei Flächen mit einer Hangneigung von 5 bis 10 % dürfen die ersten 3 m nicht gedüngt werden. Auf einem Streifen von 3 bis 20 m gelten Auflagen. Bei Flächen mit einer Hangneigung von über 10 % bis 15 % darf sich in den ersten 5 m zur Böschungsoberkante kein Dünger befinden, in den nächsten 15 m gibt es auf Ackerflächen noch zusätzliche Auflagen. Auf Flächen über 15 % Hangneigung ist auf den ersten 10 m keine Düngung erlaubt. Auf weiteren 20 m sind Auflagen einzuhalten
Die zusätzlichen Auflagen in Gelben und Roten Gebieten sind zwingend zu beachten.

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Aufzeichnung von Düngemaßnahmen nach neuer Düngeverordnung

Nachdem der Bundesrat bereits am 27. März 2020 dem Vorschlag der Änderungen der Düngeverordnung zugestimmt hat, ist nun die Verkündung im Bundesgesetzblatt (Nr. 20 vom 30.04.2020) erfolgt. Mit der Verkündung treten unter Anderem bei der Dokumentation Änderungen ein, die sich von den bisherigen Aufzeichnungen unterscheiden.
Düngemaßnahmen, bei denen ein stickstoff- oder phosphathaltiger Dünger in mineralischer oder organischer Form eingesetzt wurde, sind innerhalb von 2 Tagen zu dokumentieren. Dabei ist zu beachten, dass die eindeutige Bezeichnung und die Größe des Schlags / Bewirtschaftungseinheit angegeben werden. Das ausgebrachte Düngemittel und die tatsächlich ausgebrachte Menge sind ebenfalls zu erfassen. Weiterhin sind die die gegebene Menge an Gesamtstickstoff sowie an verfügbarem Stickstoff und Phosphat nieder zu schreiben.

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Fortbildungen nach Pflanzenschutz – Sachkunde – Verordnung

Wenn Sie im Besitz einer Scheckkarte nach Pflanzenschutz- Sachkunde sind, so sind Sie zum Besuch von Fortbildungen verpflichtet. Ein Fortbildungszeitraum erstreckt sich über 3 Jahre. In diesem Zeitraum sind sie verpflichtet eine Fortbildungsveranstaltung zu besuchen. Welche Zeiträume für Sie gelten, ist auf der Scheckkarte unter „Beginn erster Fortbildungszeitraum“ vermerkt. Hier wird unterschieden, ob Sie vor dem 14. Februar 2012 sachkundig waren und demnach ein sogenannter Altsachkundiger sind, oder die Sachkunde erst nach dem 14. Februar 2012 erworben haben.

Für altsachkundige Personen begann der erste Fortbildungszeitraum am 1. Januar 2013.

  • 1. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015
  • 2. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018
  • 3. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021
  • usw.
Für alle, die die Sachkunde im Pflanzenschutz nach dem 14. Februar 2012 erworben haben, beginnt der erste Dreijahreszeitraum mit dem Ausstellungsdatum des Sachkundenachweises. Auch dieses Datum ist auf der Rückseite der Scheckkarte vermerkt. In diesem Fall sind die Dreijahreszeiträume individuell gelegt:
Beispiel: Ausstellungsdatum und "Beginn erster Fortbildungszeitraum": 11. März 2015
  • 1. Fortbildungszeitraum: 11. März 2015 bis 10. März 2018
  • 2. Fortbildungszeitraum: 11. März 2018 bis 10. März 2021
  • 3. Fortbildungszeitraum: 11. März 2022 bis 10. März 2024
  • usw.

Fortbildungstermine zur Sachkunde im Pflanzenschutz

Im neuen Pflanzenschutzgesetz (in Kraft getreten am 14. Februar 2012) ist festgelegt, dass alle Sachkundigen innerhalb eines Zeitraums von drei Jahren eine von der zuständigen Behörde anerkannte Fortbildung wahrnehmen müssen. Weitere Hinweise und Termine unter

Hinweise und Veranstaltungsorte - LfL Externer Link

Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen

Die Vorschriften für die Dokumentation von Pflanzenschutzmittelanwendungen wurden durch die neue EU-Verordnung über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln (Verordnung (EG) Nr. 1107/2009) moderat geändert und durch das Pflanzenschutzgesetz vom 06.02.2012 konkretisiert. Weiterhin gilt, dass jeder landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche oder gärtnerische Betrieb, unabhängig von der Betriebsgröße, verpflichtet ist, die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu dokumentieren und für 3 Jahre aufzubewahren. Verantwortlich dafür ist immer der Leiter des Betriebes, auch wenn die Anwendung durch den Maschinenring bzw. Lohnunternehmer erfolgt.

Aufzuzeichnen ist:

  • der Tag der Anwendung
  • die behandelte Kultur
  • die Fläche, auf der der Pflanzenschutzmitteleinsatz erfolgt ist
  • das eingesetzte Mittel (genaue Bezeichnung – bei Packs die Namen der einzelnen Mittel)
  • die Aufwandmenge je ha und
  • der Anwender des Pflanzenschutzmittels mit seinem Vor- und Zunamen.
Regelmäßiges Aufzeichnen hilft Fehler bei der Dokumentation, die zu Beanstandungen anlässlich von Cross Compliance-Kontrollen führen können, zu vermeiden.
Die Landesanstalt für Landwirtschaft bietet unter folgender Internetseite eine vorgefertigte Tabelle für die korrekte Dokumentation der Pflanzenschutzanwendungen. Unter folgender Internetseite können Sie die Dokumentationsvorlage auf Ihren PC laden bzw. ausdrucken:

Weitere Hinweise und Dokumentationsvorlage - LfL Externer Link

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Weitere schriftliche aktuelle Hinweise über den Partner in der Verbundberatung - Pflanzenbau Mehr