Schwaben und Oberbayern-West
Aktuelle Pflanzenbau- und Pflanzenschutzhinweise (Stand: 12. Mai 2026)
Aktuelle Krankheitssituation in Wintergerste, Winterweizen und Dinkel
Die Sommergersten hatten zu Wochenbeginn meist das 1- oder 2-Knotenstadium (BBCH 31/32) erreicht. Die ersten Proben vom Montag, wie auch weit genug entwickelte Bestände der Vorwoche, waren meist noch sehr gesund, wiesen allenfalls leichten Befall, teils mit Mehltau, Netzflecken oder Rhynchosprium-Blattflecken auf, jeweils unterhalb der Bekämpfungsschwellen.
| LKR | Standort | Sorte | EC-Stadium | Mehltau | Rynchosporium | Netzflecken | Zwergrost |
| A | Rettenbergen | Sandra | 61 | - | - | - | - |
| AIC | Handzell | Arthene | 55 | ||||
| DAH | Oberroth | Arthene | 59 | - | - | - | - |
| DLG | Marzelstetten | Arthene | 51 | ||||
| DON | Löpsingen | Sandra | 55 | - | - | - | - |
| EI | Buxheim | Julia | 61 | ||||
| EI | Seuversholz | Julia | 61 | - | - | - | - |
| FFB | Maisach | Almut | 59 | - | - | - | O |
| GZ | Nornheim | Arthene | 51 | - | - | - | O |
| GZ | Schneckenhofen | Arthene | 51 | - | - | - | - |
| LL | Landsberg a. Lech | Arthene | 59 | ||||
| MN | Bronnen | Arthene | 61 | - | - | - | - |
( ) Bekämpfungszeitraum nicht erreicht
- Kein Befall
O Befall unter der Bekämpfungsschwelle
++ Bekämpfungsschwelle überschritten
Bei der Mehrzahl der Winterweizen spitzte zu Wochenbeginn das Fahnenblatt (BBCH 37), auf frühen Lagen war es bereits vollständig geschoben (BBCH 39), spätere Lagen, Saattermine oder Sorten standen dagegen noch in BBCH 33/34. Völlig anders als bei den meist gesunden Proben der Vorwoche zeigte sich das Bild jetzt. Wie zu erwarten war zunehmend Septoria-Befall zu bonitieren, ausgelöst durch Infektionen durch Regenfälle um den 10. April. Aufgrund der lange anhaltend kühlen Temperaturen benötigte Septoria rund vier Wochen, um nun auf der nicht ertragsrelevanten Blattetage F-4 erstmals sichtbar zu werden. Sobald auf 40 % der F-4 Blätter Septoriainfektionen zu sehen sind, ist die Bekämpfungsschwelle erreicht. Dann sollte auf die jetzt aktuellen Regenfälle reagiert werden, denn ab 5 bis 10 mm Regen und mindestens 36 Stunden Blattnässe können neue Infektionen nun auch die wichtigen oberen drei Blattetagen erreichen. Eine genaue Bonitur ist allerdings sehr wichtig, denn auf den Trockenstress der zurückliegenden Wochen, die großen Tag-/Nacht-Temperaturunterschiede, teils Bodenfröste und den Einsatz von Wachstumsregler, reagierten zahlreiche Sorten mit unspezifischen, rein abiotischen, teils auch großflächigen Blattflecken oder chlorotischen Blattspitzen. Fungizide sind hier fehl am Platz, weil sie nichts bewirken. Zeigen sich im Inneren der Blattflecken dagegen die typischen kleinen schwarzen Fruchtkörper von Septoria, ist bei Überschreitung der Schwellenwerte eine Maßnahme nach den neuerlichen Regenfällen sinnvoll. Während in der Vorwoche nur in den Landkreisen Augsburg und Landsberg am Lech Septoria über der Schwelle war, kamen in dieser Woche die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Günzburg, Landsberg und Pfaffenhofen dazu. Andere Monitoringstandorte sind dagegen weiterhin frei von Septoria. Das regelmäßige Kontrollieren der eigenen Bestände ist daher aktuell besonders wichtig.
Weitere Krankheiten waren bis auf sehr vereinzelt Mehltau und Braunrost unter der Schwelle kaum zu finden. Allerdings hat Halmbruch zugenommen, war aber zumeist ebenfalls unter der Schwelle. Ausnahme war die Probe aus Landsberg mit bekämpfungswürdigem Halmbruch.
Bei Schwellenüberschreitung sollten dazu die trockenen Tage umgehend genutzt werden, denn selbst mit den besten Mitteln (Univoq, Carboxamidpräparate, hohe Mefentrifluconazol- oder Prothioconazolmengen) lassen sich Infektionen nur bis etwa eine Woche rückwirkend stoppen. Bestände über der Schwelle ohne Fusariumrisiko lassen sich daher ab BBCH 39 mit einer Einmalbehandlung ausreichend schützen. Dazu werden Regelaufwandmengen breitwirksamer Carboxamid/ Picolinamid-Azol-Präparate oder -Mischungen empfohlen, wie zum Beispiel 1,5 l/ha Ascra Xpro, 1,0 l/ha Elatus Era, 1,5 l/ha Jordi, der Avastel-Pack (1,5 l/ha Pioli + 0,75 l/ha Soratel), 1,5 l/ha Revytrex, 2,0 l/ha Vastimo, ab BBCH 41 auch 2,0 l/ha Univoq.
Ist eine Behandlung noch vor Erreichen von BBCH 39 erforderlich ist auch hier ein Spritzstart mit den oben aufgeführten Mitteln (ohne Univoq) möglich. Weniger breit und dauerhaft in der Wirkung ist auch ein Spritzstart mit septoriastarken Azolpräparaten möglich, wie 1,0 l/ha Input Classic (oder Cherokee Neo, Flexure, Hint), 1,0 l/ha Input Triple, 1,5 l/ha Delaro Forte oder 0,8 l/ha Verben, ebenso auch mit vollen Mengen von Prothioconazol-Solopräparaten. Insbesondere bei Letzteren sowie grundsätzlich bei stärkerem Befall und anhaltend vorhergesagten Regenfällen, verbessert die Zugabe von 1,5 l Folpan 500 SC oder anderen Folpet-Präparaten die Septoriawirkung und dient der Resistenzvermeidung. Allerdings ist bei einer Behandlung vor dem vollständigen Erscheinen des Fahnenblattes etwa zwei bis drei Wochen später zum Schutz von Fahnenblatt und Ähre eine Abschlussbehandlung einzuplanen.
Vor allem bei breitwirksamer Vorlage genügen dann auch reine Azolpräparate oder ein Picolinamid-Azol-Präparat in reduzierter Aufwandmenge. Eine solche Strategie eignet sich auch bei schlagspezifischem Fusariumrisiko (insbesondere nach Vorfrucht Mais, mit Ernterückständen auf der Oberfläche, sowie mittel oder höher anfälliger Sorte).
Ergeben sich Spritzfolgen sollten aus Gründen der Resistenzvermeidung Carboxamid- und Picolinamid-Präparate (Univoq) jeweils nur einmal eingesetzt werden, sowie möglichst auf einen Wirkstoffwechsel innerhalb der septoriawirksamen Azole, wie Mefentrifluconazol, Prothioconazol oder Metconazol, geachtet werden.
Für die weiterhin große Zahl an weitgehend septoriafreien Weizenbeständen besteht dagegen weiterhin kein Handlungsbedarf. Das gilt auch dort, wo eine erste Fungizidmaßnahme weniger als zwei Wochen zurückliegt.
| LKR | Standort | Sorte | EC-Stadium | Mehltau | Septoria nodorum | Septoria tritici | Braunrost | Gelbrost | Halmbruch |
| A | Achsheim | SU Mangetron | 33 | - | - | - | - | - | O |
| A | Untermeitingen | LG Optimist | 37 | - | - | ++ | - | - | O |
| AIC | Ainertshofen | KWS Keitum | 33 | - | - | O | - | - | O |
| DAH | Welshofen | RGT Reform | 37 | - | - | ++ | - | - | |
| DLG | Marzelstetten | LG Optimist | 37 | O | - | O | - | - | O |
| DON | Löpsingen | Patras | 34 | - | - | O | - | - | |
| EI | Buxheim | RGT Konzert | 37 | - | - | O | - | - | |
| EI | Seuversholz | RGT Reform | 33 | - | - | - | - | - | - |
| FFB | Dürabuch | SU Jonte | 37 | - | - | ++ | - | - | |
| FS | Moosburg | Spontan | |||||||
| GZ | Rettenbach | Ambientus | 37 | - | - | ++ | - | - | |
| GZ | Schneckenhofen | Patras | 33 | - | - | - | - | - | O |
| LL | Landsberg a. Lech | KWS Emerick | 37 | O | - | ++ | - | O | ++ |
| MN | Bronnen | LG Optimist | 37 | - | - | ++ | - | - | O |
| ND | Feldkirchen | Polarkap | 39 | - | - | O | - | - | - |
| PAF | Scheyern | Polarkap | 37 | - | - | ++ | - | - | |
| DON | Wörnitzstein | Albertino | 37 | - | - | O | - | - | |
| LL | Landsberg a. Lech | Zollernspelz | 32 | - | - | - | - | - | O |
( ) Bekämpfungszeitraum nicht erreicht
- Kein Befall
O Befall unter der Bekämpfungsschwelle
++ Bekämpfungsschwelle überschritten
Zweite NAK bei Zuckerrüben
Folgende Mischungen für die zweite NAK wären somit beispielsweise möglich:
- 0,9 – 1,3 Kezuro + 1,0 – 1,3 Belvedere Duo + 0,5 Hasten + 0,026 Rinpode
- 1,5 – 2,0 Goltix Titan + 1,0 – 1,3 Belvedere Duo + 0,5 Hasten + 0,026 Rinpode
- 1,0 – 1,5 Goltix Gold bzw. Metafol SC + 1,0 – 1,3 Belvedere Duo + 0,5 Hasten + 0,026 Rinpode
- 1,5 – 2,0 Goltix Titan + 0,75 – 1,3 Betanal Tandem + 1,0 Mero + 0,026 Rinpode
- 1,0 Goltix Gold bzw. Metafol SC + 0,3 Tanaris + 0,75 – 1,0 Betanal Tandem + 1,0 Mero + 0,026 Rinpode
Herbizideinsatz in Mais
Herbizidbehandlungen können nun grundsätzlich in früh gesätem Mais durchgeführt werden. Jedoch bestehen aufgrund der derzeitig windigen Witterung nur sehr kleine Behandlungsfenster. Die Niederschläge der letzten Tage waren oftmals zu wenig für die Vegetation, führten jedoch dazu, dass nun die Bodenfeuchte für den Einsatz von bodenaktiven Wirkstoffen ausreichend ist.
Positiv für einen gut verträglichen Herbizideinsatz sind warme Tagestemperaturen in Verbindung mit den milden Nächten zu sehen. Diese sind ab nächster Woche aller Voraussicht wieder gegeben. Achten Sie trotzdem im Mais auf die Verträglichkeit vor allem beim Einsatz von Sulfonylharnstoffen. Vorsicht bei kälteren Nächten in Kombination mit warmen Tagestemperaturen. Temperaturunterschiede von über 15°C kann Stress beim Mais verursachen. Darüber hinaus ist bei den Sulfonylharnstoffen sicher zu stellen, dass die allen voran zu bekämpfenden Ungräser vollständig aufgelaufen sind. Der Einsatz von Mischungen, bestehend aus einem bodenaktiven Mittel in Kombination mit Triketonen, bietet sich nun in nächster Zeit an.
Die einschlägigen Abstandsauflagen sind grundsätzlich in jedem Fall strikt zu beachten. Trotzdem wird der Wirkstoff Nicosulfuron in vielen Oberflächengewässern nachgewiesen. Deshalb weist die amtliche Pflanzenschutzberatung in Bayern darauf hin, Mittel mit diesem Wirkstoff auf sensiblen Standorten mit einem Risiko der Abschwemmung, des Ablaufens oder der Abdrift des Wirkstoffs in Gewässer nicht mehr einzusetzen. Betroffen sind Mittel wie z.B. Arigo, Diniro, Elumis, Ikanos, Kelvin, Motivell, Motivell forte, Nicogan, Principal u.a.
| Präparat | Aufwandmenge l/kg/ha | Kosten (€/ha) | Gewässerabstände | Hang über 2% | Nicht-Zielflächen | Bemerkungen |
| mit Terbuthylazin | ||||||
| Elumis+ Successor T (Elumis Triumph Pack) | 1,25+2,5 | 75 | 10(5/5*) | 20 | NT 103 | Pack mit Blatt- und Bodenwirkung incl. Fuchsschwanz |
| Spectrum Gold + Nico-gan | 2,0+1,0 | 54 | 10(5/5/*) | 20 | NT 103 | Blatt- und Bodenwir-kung gegen gegen Hirsen und |
| Spectrum Gold + Task + FHS | 0,3+0,25+2,0 | 100 | 10(5/5/*) | 20 | NT 108 | Blatt- und Bodenwir-kung |
| Calaris+Spandis+Adigor | 1,2+0,4+1,2 | 70 | 5(5/*/*) | 10 | NT 109 | Blatt- und Bodenwir-kung, keine Dauerwir-kung bei Hirsen |
| Merlin Duo + Fluva 100 (Merlin Duo Pack) | 1,2-2,0+0,4-0,67 | 53-89 | 10(5/5/*) | 20 | NT 103 | Aufwandmenge je nach Hirsedruck, keine Ackerfuchsschwanz-wirkung |
| Successor T + Haldis 100 SC (Successor Top 4.0) | 3,0-4,0+ 0,75-1,0 | 57-77 | 10(5/5/*) | 20 | NT 108 | Blatt- und Bodenwir-kung, keine Wirkung gegen Fuchsschwanz |
| Successor T + Laudis Spectrum Gold + Laudis | 3,0+2,0 2,0+2,0 | 116 | 10(5/5/*) | 20 | NT 103 | Blatt- und Bodenwir-kung, Wirkung gegen Ackerfuchsschwanz abhängig von Bodenart und -feuchte |
| ohne Terbuthylazin | ||||||
| Adengo | 0,33 | 49 | 5(*/*/*) | 20 VA 10 NA | NT 103 | Als Vorlage im VA oder frühen Nachauflauf, bei Bedarf Spritz-folge mit z.B. 1,5 Laudis |
| Adengo + Spectrum | 0,33 + 1,0 | 88 | 20(10/5/5) | 20 VA 10 NA | NT 103 | Im VA oder frühen NA bei starkem Hirsedruck |
| MaisTer Power + Merlin Flexx (MaisTer Power Flexx) | 1,0-1,5 + 0,2-0,3 | 63-94 | 10(5/5/*) | 20 | NT 109 | Pack mit Blatt- und Bodenwirkung incl. Ackerfuchsschwanz und Borstenhirse |
| Spectrum + MaisTer Power | 1,0+1,0 | 88 | 20(10/5/5) | 20 | NT 109 | Boden- und Blattwir-kung, bei Bedarf MaisTer Power bis 1,5 l/ha |
| Botiga | 1,0 | 39 | 5(*/*/*) | keine | NT 103 | Überwiegend Blattwir-kung, bei Bedarf + 1,0 Spectrum |
| Elumis + Peak | ||||||
| (Elumis P Pack) | 1,25 + 20 g | 49 | 5(5/*/*) | 20 | NT 103 | Pack mit überwiegend Blattwirkung, bei Be-darf mit 1,0 Spectrum |
| Dragster + FHS + Cabadex (Dragster Plus Pack) | 135 g + 0,4 +0,3 | 44 | 10(5/5/*) | 10 | NT 108 | Überwiegend Blattwir-kung, bei Bedarf mit 1,0 Spectrum |
Wachstumsreglereinsatz in Getreide
| Wachstumsregler | Wirkstoffe g/l bzw. kg | Einsatz in BBCH | Aufwand in l / kg je ha | €/ha (2026) |
|---|---|---|---|---|
| Winter- u. Sommerweizen | ||||
| CCC 720, Stabilan 720 u.a. | 720 Chlormequat-Chlorid | 21 - 31 (21 - 29 SW) | 0,3 - 2,1 (max. 1,3 SW) | 2 - 10 |
| Countdown NT | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 | 0,3 - 0,4 | 13 - 16 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 31 - 39 | 0,4 - 0,7 + 0,4 - 0,7 | 17 - 30 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 49 (WW) 29 – 39 (SW) | 0,3 - 0,5 | 15 - 25 |
| Camposan Top, Cerone 660 | 660 Ethephon | 37 - 49 | 0,3 - 0,4 (0,2 - 0,3 SW) | 10 - 13 |
| Winterweizen | ||||
| Moddus / Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 49 29 - 39 | 0,3 - 0,4 | 19 - 26 13 - 18 |
| Calma | 175 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 | 0,3 - 0,4 | 7 - 11 |
| Wintergerste | ||||
| Shortcut XXL, Palermo 720 | 720 Chlormequat-Chlorid | 21 - 32 | max 2,08 | 10 - 12 |
| Moddus, Countdown NT / Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 49 31 - 39 / 30 - 39 | 0,4 - 0,6 zz / max 0,8 mz 0,4 - 0,8 / 0,4 - 0,6 | 25 - 38 / 50 15 - 34 / 15 - 23 |
| Calma | 175 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 | 0,4 - 0,8 | 11 - 22 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 30 - 39 | 0,5 - 0,8 + 0,5 - 0,8 | 20 - 31 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 49 | 0,5 - 0,7 | 25 - 34 |
| Camposan Top, Cerone 660 | 660 Ethephon | 32 - 49 | 0,3 - 0,7 | 10 - 23 |
| Winterroggen | ||||
| CCC 720, Stabilan 720 u.a. | 720 Chlormequat-Chlorid | 30 - 37 | 1,0 - 2,0 | 5 - 10 |
| Moddus Countdown NT / Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 / 39 - 49 31 - 39 / 30 - 39 | 0,3 - 0,6 / 0,3 0,3 - 0,6 / 0,3 - 0,6 | 19 - 38 / 19 13 - 26 / 13 - 15 |
| Calma | 175 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 | 0,3 - 0,6 | 7 - 14 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 30 - 39 | 0,5 - 0,8 + 0,5 - 0,8 | 20 - 31 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 49 | 0,4 - 0,6 | 20 - 30 |
| Camposan Top, Cerone 660 | 660 Ethephon | 37 - 49 | 0,4 - 0,9 | 13 - 29 |
| Triticale (Cerone 660, Countdown NT und Calma nur in Wintertriticale zugelassen) | ||||
| CCC 720, Stabilan 720 u.a. | 720 Chlormequat-Chlorid | 30 - 37 | 1,0 - 2,0 | 5 - 10 |
| Moddus Countdown NT / Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 / 39 - 49 31 - 39 / 29 - 39 | 0,3 - 0,6 / 0,3 0,3 - 0,6 | 19 - 38 / 19 13 - 27 |
| Calma | 175 Trinexapac-ethyl | 31 - 39 | 0,3 - 0,6 | 15 - 30 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 30 - 39 | 0,5 - 0,8 + 0,5 - 0,8 | 22 - 35 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 49 | 0,3 - 0,6 | 17 - 30 |
| Camposan Top, Cerone 660 | 660 Ethephon | 37 - 49 | 0,5 - 0,7 | 17 - 24 |
| Sommergerste | ||||
| Shortcut XXL / Palermo 720 | 720 Chlormequat-Chlorid | 21-30 / 31-32 | max. 1,56 / max 1,38 | max. 7 |
| Moddus / Countdown NT Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 37 30 - 37 | 0,3 - 0,6 0,3 - 0,4 | 19 - 38 / 19 13 - 24 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 30 - 39 | 0,5 - 0,8 + 0,5 - 0,8 | 22 - 35 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 39 | 0,4 - 0,5 | 22 - 28 |
| Camposan Top, Cerone 660 | 660 Ethephon | 37 - 49 | 0,3 - 0,5 | 11 - 18 |
| Hafer | ||||
| CCC 720, Stabilan 720 u.a. | 720 Chlormequat-Chlorid | 32 - 39 | 1,0 - 2,0 | 5 - 10 |
| Shortcut XXL, Palermo 720 | 720 Chlormequat-Chlorid | 21 - 32 | max. 2,08 | 10 -12 |
| Moddus, Countdown NT Flexa, Modan | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 37 30 - 37 | 0,3 - 0,6 0,3 | 13 - 26 13 |
| Medax Top + Turbo | 300 Mepiquatchlorid + 50 Prohexadion-Calcium | 30 - 39 | 0,5 - 0,8 + 0,5 - 0,8 | 20 - 31 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Trinexapac-ethyl | 29 - 39 | 0,4 - 0,5 | 20 - 24 |
| Dinkel | ||||
| Moddus / Countdown NT | 250 Trinexapac-ethyl | 31 - 49 / 31 - 39 | 0,3 - 0,4 | 21-28/13-18 |
| Prodax | 50 Prohexadion-Calcium 75 Tricexapac-ethyl | 29 - 39 | 0,4 - 0,5 | 22 - 28 |
| Cerone 660 / Camposan Top | 660 Ethephon | 37 - 49 31 - 45 | 0,3 - 0,7 0,3 - 0,6 | 10 - 23 |
kann in der Schossphase Moddus oder Prodax ab BBCH 31 bzw. Medax Top + Turbo ab BBCH 32 eingesetzt werden. Camposan Top und Cerone 660 dienen lediglich der Halmstabilität und der Vermeidung von Ährenknicken. Eine Wuchsregulierung ist nur begrenzt möglich.
ist bis Schossbeginn der erste Wachstumsregler in Form eines Chlormequat-chlorid haltigen Produkts in der Bestockungsphase möglich. Shortcut XXL kann bis in BBCH 32 eingesetzt wer-den. Je nach Bestandsentwicklung wird die weitere nötige Wachstumsregulierung mit z.B. Moddus, Calma, Countdown NT oder Prodax optimalerweise bis BBCH 31, Medax Top + Turbo ab bzw. in BBCH 32 durchgeführt. Der Einsatz ab BBCH 37 mit Camposan Top/ Cerone 660 dient der Stabilisierung des Halms. Eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung ist hierbei überaus wichtig. Der Wachstumsregler ist an die Standfestigkeit der jeweiligen Sorte auszurichten.
sind mit den jeweils zugelassenen Mitteln, bei angepasster Wasserversorgung intensiver als der Weizen einzukürzen. Mit dem Präparat Manipulator steht in Dinkel ein Chlormequat-Produkt mit regulärer Zulassung zur Verfügung.
Bei allen Wachstumsreglern ist darauf zu achten, dass die Mittel nicht bei Trockenheit, nicht nach Nachtfrost und starken Temperaturschwankungen appliziert werden. Die Bestände sollten bei der Behandlung trocken sein.
Die Temperaturansprüche der Wachstumsregulatoren müssen beachtet werden:
- CCC: optimal 8 - 15°C; Minimum 5°C / Shortcut XXL: optimal 8 - 15°C; Minimum: 1°C
- Medax Top: Optimal 8 - 20°C, Minimum 5°C; die besseren Wirkungen werden bei späterem Einsatz bzw. höheren Temperaturen erzielt.
- Moddus: optimal ab 12°C; Minimum 8°C; sonniges/wüchsiges Wetter
- Calma: Minimum 12°C und sonniges Wetter
- Camposan Top/ Cerone 660: optimal 15 - 20°C; Minimum 12°C.
- Countdown NT/ Flexa / Modan: Temperaturen ab 12°C; strahlungsreiche Witterung!
- Prodax: gleichmäßige und langanhaltende Wirkung. Optimaler Temperaturbereich 10 - 20°C.
Bei Mischungen ist auf folgendes zu achten:
- Bei Moddus u. Countdown NT kann in Kombi mit Azolen der Aufwand um bis zu 25 % verringert werden.
- Camposan Top sollte nicht mit Unix, Kayak oder wuchsstoffhaltigen Herbiziden gemischt werden. Bei Mischungen Camposan Top immer zuletzt in den Tank geben. Bei Mischungen mit Azolen kann die Aufwandmenge von Camposan Top um 15 % reduziert werden.
- Cerone 660: nicht mit wuchsstoffhaltigen Herbiziden mischen. Cerone 660 zuletzt in den Tank geben.
- Medax Top und Prodax: nicht mit carfentrazon- (Artus, Aurora,…) oder bifenoxhaltigen (Antarktis, Fox,..) Herbiziden mischen.
- Moddus nach BBCH 32 nicht mehr mit Axial 50 mischen
- Calma nicht mit carfentrazon-haltigen Produkten (z.B. Artus) mischen.
- Flexa/ Modan: Bei der Ausbringung mit stickstoffhaltigen Düngern auf die Mischbarkeit achten!
Meldeportal zur Ausnahmegenehmigung bodennaher Gülleausbringung
wasserverdünnt unter 4,6 % TS bzw. unter 2 % TM bei den übrigen Düngern ist eingerichtet und freigeschaltet. Alle Betriebe größer 15 ha LF müssen sich einmal jährlich melden, wenn Sie nicht bodennah, streifenförmig die flüssigen Wirtschaftsdünger ausbringen möchten, sondern die Ausnahmegenehmigung für reine Rindergülle unter 4,6 % TS bzw. unter 2 % TM bei den übrigen Düngern nutzen wollen.
Betriebe haben seit Montag, 9. März 2026 bis zum 9. April 2026 einen Monat Zeit, um sich für das Jahr 2026 zu melden, auch wenn der flüssige wasserverdünnte Wirtschaftsdünger bereits breitverteilt (in den Bestand bzw. Grünland) ausgebracht wurde. Ab dem Jahr 2027 muss die einmalige jährliche Meldung vor der ersten Ausbringung erfolgen.
Das Formular ist dabei Online schrittweise auszufüllen. Die Meldung an das LfL-Meldeportal ist nur erforderlich, wenn die Ausnahme über die Verdünnung genutzt wird. Bei anderen Ausnahmen aufgrund der Allgemeinverfügung, z.B. Betriebe kleiner 15 ha LF, bzw. genehmigte naturräumliche oder agrarstrukturelle Härtefälle, ist eine Meldung nicht notwendig. Für Jauche besteht keine Melde- und Nachweispflicht bei breitflächiger Ausbringung. Bei der Nutzung der Ausnahmegenehmigung über die Reduzierung des TM-Gehaltes ist die Art des Nachweises des TM-Gehaltes nicht festgelegt. Die Bestimmung des TM-Gehalts kann über eine Gülleuntersuchung per Labor, eigenen Untersuchungsmethoden, über das LfL-Lagerraumprogramm oder das LfL-Gemeinschaftsgrubenprogramm erfolgen. Letztendlich ist das Ergebnis des TM-Gehaltes bei einer Kontrolle entscheidend.
Bodenuntersuchungen nach Standardbodenuntersuchung
Düngung von Wintergetreide
Für neu zugepachtete bzw. gekaufte Flächen ist zu beachten, dass eine aktuelle Bodenuntersuchung vorliegen muss. Diese darf ebenfalls wie schon erwähnt, nicht älter als 6 Jahre sein. Um dies zu gewährleisten, müssen gleich bei Zupacht bzw. Erwerb die Proben gezogen werden. Alternativ ist es auch möglich, die Bodenuntersuchung vom Vorbewirtschafter zu übernehmen.
Für die Beprobung bietet sich der Zeitraum Spätherbst bis zum zeitigen Frühjahr an. Die Probenahme ist grundsätzlich nach der Ernte, aber vor der nachfolgenden Düngung der Folgefrucht durchzuführen. Der Boden soll einen Feuchtezustand aufweisen, der eine Bodenbearbeitung erlauben würde. Er soll nicht schmieren, aber auch nicht zu trocken sein. Für die Mischprobe sind mindestens 15 Einstiche zu tätigen, die gleichmäßig und repräsentativ über die zu beprobende Fläche verteilt sind. Einstiche nicht parallel zur Bearbeitungsrichtung, nicht im Vorgewende und nicht am Feldrand. Die Einstichtiefe beträgt bei Ackerland 15 – 20 cm, bei Grünland sind 10 cm empfohlen.
Nähere Informationen zum Ablauf und Anmeldung zur Probenahme beim ER-Südbayern
WdüngV-Meldungen und -Mitteilungen zur LfL nur noch per Online-Formular!
Empfänger-Meldung nach § 4 WDüngV über Abnahme von Wirtschaftsdünger - Formularserver Bayern
Glyphosat - allgemeine Infos und Zulassungsstand
Kleinstrukturen in der Agrarlandschaft
Fortbildungen nach Pflanzenschutz – Sachkunde – Verordnung
Für altsachkundige Personen begann der erste Fortbildungszeitraum am 1. Januar 2013.
- 1. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2015
- 2. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2018
- 3. Fortbildungszeitraum: 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2021
- usw.
Beispiel: Ausstellungsdatum und "Beginn erster Fortbildungszeitraum": 11. März 2015
- 1. Fortbildungszeitraum: 11. März 2015 bis 10. März 2018
- 2. Fortbildungszeitraum: 11. März 2018 bis 10. März 2021
- 3. Fortbildungszeitraum: 11. März 2022 bis 10. März 2024
- usw.
Fortbildungstermine zur Sachkunde im Pflanzenschutz
Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen
Aufzuzeichnen ist:
- der Tag der Anwendung
- die behandelte Kultur
- die Fläche, auf der der Pflanzenschutzmitteleinsatz erfolgt ist
- das eingesetzte Mittel (genaue Bezeichnung – bei Packs die Namen der einzelnen Mittel)
- die Aufwandmenge je ha und
- der Anwender des Pflanzenschutzmittels mit seinem Vor- und Zunamen.
Die Landesanstalt für Landwirtschaft bietet unter folgender Internetseite eine vorgefertigte Tabelle für die korrekte Dokumentation der Pflanzenschutzanwendungen. Unter folgender Internetseite können Sie die Dokumentationsvorlage auf Ihren PC laden bzw. ausdrucken:
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